Hitziges Wortgefecht im Heringer Parlament

Bürgermeister fühlt sich verunglimpft

Herfa. Bürgermeister Hans Ries fühlt sich durch Aussagen des Stadtverordneten Peter Stötter (UL) verunglimpft. Stötter hatte Ries während der Heringer Stadtverordnetenversammlung vorgeworfen, bei der Bezahlung des Ganzjahresbads immer wieder Restbeträge eingestellt zu haben. „Sprechen Sie etwa von Betrug?“, empörte sich Ries.

Daraufhin Stötter: „Wir wollen nur eine saubere Rechnungslegung haben.“

Aufgrund der Äußerungen Stötters behält sich der Bürgermeister rechtliche Schritte vor.

Das Gros der Stadtverordneten setzt beim Ganzjahresbad weiter auf die Umsetzung von Beschlüssen. So war am 14. Mai 2009 von den Parlamentariern gefordert worden, das Ganzjahresbad nach Fertigstellung wieder an die Stadtwerke zu überführen. Dies ist nun auch im strittigen Haushaltssicherungskonzept verankert worden, das der Bürgermeister so nicht akzeptieren will. Der Stadt droht nun die Lähmung. Es besteht die Gefahr, dass Kanal- und Straßenbauprojekte auf Eis gelegt werden müssen. „Jeder Tag Baustopp würde uns 60 000 Euro kosten“, befürchtet Ries. (rey)

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