Aktuelle Bauarbeiten werden sofort beendet

Brücke Schwupp liegt vorerst auf Eis

Philippsthal. Der Winter steht vor der Tür – und die Arbeiten an der Ulsterbrücke Schwupp liegen buchstäblich auf Eis. Einen sofortigen Baustopp haben die Philippsthaler Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am vergangenen Montagabend in der Orangerie einstimmig beschlossen. Da die Kosten für den Schwupp-Rückbau – die Fußverbindung zwischen Thüringen und Hessen – nicht feststehen, werden die Arbeiten mit der ausführenden Baufirma beendet. Nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium in Kassel können der Rückbau der Brücke auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Die Verzögerungen hatten sich ergeben, da das Bauwerk durch das Hochwasser im Mai arg in Mitleidenschaft gezogen worden war. An den Widerlagern waren größere Schäden aufgetreten, die eigentlich nicht mehr zu sanieren sind. Das weist ein Gutachten aus.

Einzige Lösung des Problems: Ein kompletter Neubau müsste her. Und da die für die Sanierung in Aussicht gestellte EU-Förderung über das Leader-Programm erst im Jahre 2015 verfallen würde, wollen die Philippsthaler nun noch einmal genau prüfen, in welcher Form sie sich an das Schwupp-Projekt wieder herwanwagen wollen.

Ein kompletter Neuaufbau in Sandsteinform würde 220 000 Euro verschlingen. Für die begonnene Sanierung wurden bereits knapp 60 000 Euro ausgegeben. Auch in Thüringen hofft man weiter auf den Erhalt der Fußverbindung zwischen Philippsthal und Unterbreizbach. „Die Sanierung des Stegs wäre in unsere Bemühungen eingebettet, den Grenzwanderweg Vacha bis Point Alpha aus eigenen, kreislichen Mitteln zu warten, begehbar zu halten und Zeitgeschichte daran zu dokumentieren“, schrieb die Regionalentwicklung des Wartburtgkreises jüngst an Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth.

In dem Papier heißt es weiter, dass der Wartburgkreis den Philippsthaler Bürgermeister ermutige, sich in den betreffenden Gremien für die Wiederherstellung des Flussübergangs Schwupp einzsetzen. (rey)

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