Heringer Stadtverordnete tagen noch einmal am 19. Dezember im Bürgerhaus

Brisante Sitzung im Advent

Heringen. Die Heringer Stadtverordneten treffen sich am Donnerstag, 19. Dezember, zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgerhaus in Heringen. Die Zusammenkunft der Stadtpolitiker verspricht wieder einmal mehr als unterhaltsam zu werden. So steht ein Widerspruch von Bürgermeister Hans Ries gegen einen Beschluss des Stadtparlaments in Sachen Kraftwerksstraße auf der Tagesordnung. Die Parlamentarier hatten gefordert, die Kosten für den notwendigen Grundstücksankauf sofort an die Verkäufer zu entrichten. Der Bürgermeister ist jedoch der Meinung, dass das Geld an die Verkäufer erst nach Vorlage der Vermessungsarbeiten gezahlt werden dürfe. Diese Arbeiten werden erst nach Fertigstellung der Straße und der Bauabnahmen erfolgen. Doch bis dahin wird noch viel Zeit verstreichen, da die Kraftwerksstraße wegen der dort ansässigen Gelbbauchunke eine spezielle Asphaltschicht benötigt, damit sich die Tiere an der Werra auch wohlfühlen können.

Vorstoß der WGH

In Sachen Straßenbau in Heringen unternimmt die WGH einen Vorstoß, um die geplanten Bauarbeiten an der Wölfershäuser Straße und der Hauptstraße zu forcieren. Die Stadtverordneten sollen einem Vertrag mit dem Land Hessen zustimmen, damit die Stadt mit dem Bau beginnen und die Finanzierung zunächst aus der eigenen Tasche sicherstellen kann. Erst nach einigen Jahren soll dann das Land mit der Rückerstattung der Kosten beginnen. Begründet wird der Vorstoß mit dringend notwendigen Sanierungen der beiden Straßen. Diesen Vorschlag zur Projektvorfinanzierung hatte das Stadtparlament schon einmal abgelehnt.

Außerdem fordert die WGH den Stadtverordnetenvorsteher auf, die Klage gegen den Bürgermeister in Sachen Betriebskostenzuschuss Hallenbad zurückzuziehen. Die Mehrheit im Parlament hatte Ries vorgeworfen, dass er durch sein Fehlverhalten dafür gesorgt habe, dass der Stadt für 2012 und 2013 zusammen 260 000 Euro an Betriebskostenzuschüssen seitens des Landkreises durch die Lappen gegangen seien. Erstmals im kommenden fließen 130 000 Euro in das Stadtsäckel.

Auch Bürgermeister Hans Ries fährt schweres Geschütz gegen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Eckhard Bock auf. „Er soll aufgefordert werden, künftig nicht weiter mit wahrheitswidrigen Behauptungen die Arbeit und das Ansehen der Verwaltung und der Gremien zu beschädigen“, heißt es in dem Antragsschreiben. Bock habe demnach mehrfach durch falsche Behauptungen das Stadtparlament wissentlich in die Irre geführt, merkt der Bürgermeister an.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen die Jahresabschlüsse der Stadtwerke und des Wasserbeschaffungsverbandes Ost.

Von Mario Reymond

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