Kali-Azubi Kevin-Volker Korn für besten Abschluss als Bergvermessungstechniker geehrt

Bodenständiger Bundessieger

Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder mit der Urkunde für Kevin-Volker Korn. Der ehemalige K+S-Azubi aus Dorndorf machte deutschlandweit den besten Abschluss als Bergvermessungstechniker. Foto: Jens Schicke/nh

Philippsthal. Kevin-Volker Korn aus Dorndorf gehört zur Crème de la Crème. Von den mehr als 350 000 Prüfungsteilnehmern in den Winterprüfungen 2011/2012 und den Sommerprüfungen 2012 der Industrie- und Handelskammer (IHK) haben 200 ihre Abschlussprüfung mindestens mit „sehr gut“ bestanden. Sie sind die Spitzen-Absolventen ihres Jahrganges.

Korn aus Dorndorf im Wartburgkreis ist einer von ihnen: Seine Ausbildung im Werk Werra der K+S Kali GmbH, die er aufgrund seines Abiturs auf zwei Jahre verkürzen konnte, hat er als Bundesbester im anerkannten Ausbildungsberuf Bergvermessungstechniker abgeschlossen. Dafür wurde der 21-Jährige jetzt bei der 7. Nationalen Bestenehrung im Maritim Hotel in Berlin vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ausgezeichnet.

Entertainerin moderierte

Durch das Programm führte die Entertainerin Barbara Schöneberger. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder hielt die Festrede für die erfolgreichen jungen Leute. Und aus den Händen von DIHK-Präsident Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann nahm Korn eine Urkunde entgegen. „Als ich die Mitteilung bekam, dass ich deutschlandweit den besten Abschluss der Bergvermessungstechniker gemacht habe, und die Einladung zu dieser Veranstaltung bekam, war ich erst mal total überrascht“, gibt sich der Einser-Absolvent bescheiden.

Alles aus Interesse

Überhaupt ist Korn eher der angenehm bodenständige Typ, der Dinge vor allem aus Interesse tut. Fragt man ihn nach der Motivation, die hinter seinen beruflichen Entscheidungen steckt, wählt er auffallend häufig dieses Wort. Während seiner Schulzeit am Seume-Gymnasium in Vacha hörte Korn erstmals von dem Ausbildungsberuf des Bergvermessungstechnikers. Dieser wurde im Physikkurs von der Ausbildungsabteilung des Werkes Werra vorgestellt. Die Aufgabe von Bergvermessungstechnikern besteht darin, die untertägig abgebauten Hohlräume sowie die übertägigen baulichen Anlagen und Halden aufzumessen, die Messdaten auszuwerten und mit Konstruktions-Software weiter zu verarbeiten, um daraus Karten und Pläne für andere Fach-Abteilungen oder, nach Beurkundung durch den Markscheider, beglaubigte Unterlagen für die Bergaufsichtsbehörde zu erstellen. „Ich fand das Tätigkeitsfeld hochinteressant“, erzählt Korn, der in seiner Freizeit gerne Tennis und Schach spielt. So interessant, dass er sich erfolgreich bewarb und mit dem Abitur in der Tasche die Ausbildung antrat. Besonders vom Austausch mit den erfahrenen Kollegen konnte Korn zehren: „Da ich der Lerntyp bin, der beim Zuhören viel aufnimmt, war das für mich perfekt.“

„Kevin war mathematisch sehr gut vorgebildet, das ist für diesen Beruf äußerst wichtig“, berichtet Kevins ehemaliger Ausbilder im Werk Werra, Geoinformatiker Andreas Fischer. Als besondere Stärke sieht er Korns Fähigkeit, sich Lösungen selbst zu erarbeiten, wie beispielsweise bei seiner Abschlussarbeit mit dem Titel „Aufmaß Haldenkegel Hera“. (ib/rey)  hintergrund

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