Kunst und Wissenschaft beim Akademieabend an der Werratalschule Heringen

„Bleiben Sie neugierig!“

Rebecca Barth (links) und Laura Schneider (rechts) führten in die Welt der höheren Mathematik ein und erläuterten Exponentialfunktionen. Foto: fin

Heringen. Phänomene des Alltags wurden beim nunmehr elften Akademieabend an der Werratalschule Heringen auf zweierlei Weise beleuchtet – nämlich mittels künstlerischer Bearbeitungen sowie anhand von wissenschaftlichen Vorträgen.

Eine Ausstellung von Arbeiten aus dem Kunstunterricht in der gymnasialen Oberstufe bei Kunstlehrerin Ulrike Hoffmann zeigte die kreative Auseinandersetzungen mit Papier und anderem Verpackungsmaterial. Die Palette reichte dabei von sogenanntem „persönlichen Papier“, das digital bearbeitet wurde, über Taschen aus Getränkepackungen oder gar Apfelmus und eleganten Kleidern aus Papier bis hin zu individuellen filmischen „Papierportraits“.

Kurzfilme zur Überleitung

Solche Kurzfilme dienten auch der Überleitung zwischen den Vorträgen, die zudem im Zwiegespräch zwischen Sarah Natt und Bastian Roth aus der Einführungsphase der Oberstufe geschickt anmoderiert wurden.

Oberstufenschülerin Tanja Volkenand widmete sich in ihrem Vortrag dem leidigen Thema Rauchen. Neben einem historischen Abriss erläuterte sie die biologisch-chemischen Zusammenhänge und stellte überzeugend dar, welche physischen Auswirkungen der Nikotingenuss auf den menschlichen Körper hat.

Wer bisher dachte, dass Mathematik in der Oberstufe eine trockene Angelegenheit sei, wurde von Judith Schwarz und Janina Bing eines Besseren belehrt. Anschaulich demonstrierten die beiden die Berechnung des Volumens verschiedener „krummer Körper“ mittels der sogenannten Rotationsformel.

Wie man aus alltäglichen landwirtschaftlichen Abfallprodukten – Mais-Silage, Hühnermist, Gülle – in Biogasanlagen Strom erzeugen kann, zeigten die Abiturientinnen Isabel Führer und Sarah Wittich. Mit schockierenden Bildern zum Thema Hautkrebs führten die Abiturienten Marco Bode und Hendrik Flegel in ihren Vortrag ein, der die Biologie verschiedener Hauttypen, das Entstehen von Hautkrebs und die Wirkungsweise chemischer UV-Filter zum Thema hatte.

Maya Lieberknecht, eine Schülerin aus der Abgangsklasse des Realschulzweiges, führte souverän und engagiert in das Thema Demenz ein. Schließlich erklärten die Oberstufenschülerinnen Laura Schneider und Rebecca Barth Exponentialfunktionen. Beeindruckend anschaulich leiteten sie dabei den exponentiellen Zerfall von Bierschaum und das exponentielle Wachstum von Algen in einem Pool her.

Den Abschluss der Vortragsreihe bildeten die Ausführungen des Abiturienten Nico Blaurock zum Thema „Omega-3-Fettsäuren“. Lebendig und kompetent führte er zu der überraschenden Erkenntnis, dass der Konsum von Präparaten aus der Apotheke, die unseren vermeintlichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren abdecken sollen, eventuell gar keine so gute Idee ist und dass Fisch vermutlich eher aufgrund der darin enthaltenen Furansäuren so gesund ist.

„Bleiben Sie neugierig!“, gaben die Moderatoren dem Publikum mit auf den Weg. (fin)

Kommentare