Verkehrsministerium schließt Verlegung nicht aus

Bewegung im Streit um die Erddeponie

FRIEDEWALD. Neue Hoffnung für die Anwohner des Auwegs in Friedewald: Das Bundesverkehrsministerium schließt eine Verlegung des dort im Zuge des Autobahnbaus vorgesehenen Erdlagers nicht aus. Das geht aus einem Schreiben von Staatssekretär Jan Mücke an den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth hervor.

Der Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt Friedewald sei zwar seit Januar 2012 bestandskräftig, „dies schließt jedoch eine Planänderung vor Fertigstellung des Vorhabens nicht grundsätzlich aus“, teilt das Ministerium mit.

Roth hatte bereits im September an das Ministerium geschrieben und um Unterstützung für die Anwohner gebeten. Diese hatten erst kurz zuvor von dem geplanten temporären Erdlager für etwa 200 000 Kubikmeter Bodenaushub erfahren, das mit einem bis zu sechs Meter hohen Erdwall abgeschirmt werden soll.

Das Verkehrsministerium verweist in seiner Antwort auf das Land Hessen, das für die Planfeststellung zuständig ist und derzeit Möglichkeiten der Verlegung prüfe. Gleichzeitig wird vor zu viel Optimismus gewarnt: Ob eine Verlegung des Erdlagers möglich ist, sei nicht absehbar. Michael Roth appelliert nun an das Land Hessen, pragmatisch und trotz des großen Zeitdrucks eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. (red/kai)

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