Futtermittelindustrie darf weiterhin mit Magnesiumsulfat beliefert werden

K+S besteht Qualitätstest

Philippsthal. Das Werk Werra der K+S Kali GmbH erfüllt die hohen Qualitätsanforderungen, die an die Futtermittelproduktion gestellt werden. Das ist das Ergebnis einer fünftägigen Inspektion durch das Regierungspräsidium Gießen. Mitarbeiter des Dezernats Amtliche Futterüberwachung in Wetzlar überprüften Ende vergangenen Jahres drei Tage lang das Werk Werra.

Zuvor waren sie einen Tag lang in der Holding in Kassel gewesen. Den endgültigen Abschluss der Inspektion bildete eine Überprüfung der für das Werk tätigen Spedition Krug in Bebra im Frühjahr. Jetzt ist es amtlich: Das Werk Werra hat den RP-Qualitätstest bestanden.

„Nicht erst seit diversen Futtermittelskandalen der vergangenen Jahre sind die Anforderungen an das Qualitätsmanagement (QM) sehr gestiegen“, sagt Dr. Joachim Hinke, der im Werk Werra die Abteilung QM leitet.

Hohe Anforderungen

Die Futtermittelindustrie werde mittlerweile ebenso gründlich kontrolliert wie der pharmazeutische und der Lebensmittelbereich. „Man will verhindern, dass kontaminiertes Futtermittel in die nächste Stufe der Lebensmittelkette weitergegeben wird. Schließlich geht es darum, dass der Endverbraucher einwandfreie Lebensmittel bekommt.“

Im Werk Werra werden auf den Produktionsstandorten Wintershall und Hattorf aus natürlichen Rohsalzen Magnesiumsulfate erzeugt. Sie werden bei der Tierfütterung eingesetzt und sind mit 98 Prozent oder 49 Prozent Magnesiumsulfat erhältlich.

Während der Tiefeninspektion durch das Regierungspräsidium wurden sämtliche Bereiche für die Produktion von KaSaMag einer Gefahrenanalyse unterzogen und kritische Kontrollpunkte bei einer detaillierten Anlagenbegehung überprüft. Die Bittersalzanlage, der Kaliumchlorid- und Kieseritbetrieb, ESTA, Heißverlösung und sogar der Untertagebereich wurden in Augenschein genommen. Allein die Durchsicht der Dokumentation nahm einen ganzen Tag in Anspruch.

Das QM ist für das Kaliwerk von großer Bedeutung. Die Überprüfungen, die regelmäßig von unterschiedlichen unabhängigen Institutionen vorgenommen werden, entscheiden, ob die Produkte das Werk verlassen dürfen. „Die Futtermittelüberwachung durch das Regierungspräsidium verlief äußerst positiv“, so Dr. Hinkes Fazit. (ib/rey)

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