Bürgermeister Noll legt Haushaltsentwurf vor

Auf dem Weg der Besserung

Friedewald. Friedewalds Neu-Bürgermeister Dirk Noll präsentierte der Gemeindevertretung am Mittwochabend in der Bürgerstuben den ersten Haushaltsentwurf, an dem er als Verwaltungschef maßgeblich mitgearbeitet hat. Und das Zahlenwerk selbst stimmte ihn hoffnungsfroh.

So wurde der Fehlbetrag aus dem vergangenen Jahr in Höhe von 570 000 Euro bei Weitem nicht erreicht. Für dieses Jahr wird mit einem Haushaltsminus in Höhe von 292 620 Euro gerechnet.

Die Verbesserungen seien aber nicht alleine auf eigene Konsolidierungsmaßnahmen sondern auch auf Mehreinnahmen zurückzuführen. Alleine die Gewerbesteuereinnahme schnellte im Vergleich zum Vorjahr um 240 000 Euro auf 770 000 Euro nach oben. Und auch die Schlüsselzuweisungen erhöhten sich um 202 000 Euro auf nunmehr 550 000 Euro.

Ausgleich schon 2014?

Und schon im kommenden Jahr möchte Noll ohne jeglichen Fehlbetrag auskommen. „Hätten wir unseren Hebesatz der Grundsteuer B von bisher 310 auf 600 von Hundert erhöht, was einige Kommunen in unserem Landkreis machen mussten um unter den kommunalen Rettungsschirm zu kommen, dann hätten wir schon heute einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren können. Aber so leicht machen wir es uns nicht“, sagte der Bürgermeister.

Spätestens ab dem Jahr 2015 soll dann aber der bis dahin kumulierte Fehlbetrag von rund 1,8 Millionen Euro abgetragen werden, ehe die Gemeinde schließlich den Abbau langfristigen Verbindlichkeiten von derzeit 9,655 Millionen Euro (voraussichtlicher Stand am Jahresende) in Angriff nehmen kann.

Die Gebühren im Blick

Doch bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. Mit Blick auf die kommenden Jahre erklärte Noll, dass es in Friedewald moderate Gebührenerhöhungen geben müsste. In diesem Jahr zwar noch nicht, doch schon bald würde viel Geld für die anstehenden Investitionen in die Wasserver- und Abwasserentsorgung benötigt.

Den Haushaltsentwurf 2013 bezeichnete Noll nicht als ganz großen, aber doch recht ordentlichen Wurf: „Wir befinden uns, um es mit dem winterlichen Erkältungswetter wiederzugeben, auf dem Wege der Besserung. Das Bett haben wir verlassen und hoffen, dass uns keine neue Krankheit ereilt, wenngleich noch immer eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht“.

Von Mario Reymond

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