Raiffeisenbank Werratal-Landeck veranstaltete Generalversammlung in Philippsthal

Die Beratung forcieren

Änderungen in der Führung: Im Aufsichtsrat bestätigt wurde Günter Dainat (Mitte), während Stefan Gensler (rechts) dem ausgeschiedenen Hans-Werner Ernst (links) nachfolgt. Neu im Vorstand ist zudem Jürgen Schlesier (2. von links), der zusammen mit Matthias Seim (2. von rechts) die Bank führen wird.

Philippsthal. Auch in einer Zeit des allgemein niedrigen Guthabenzinsniveaus bekommen die knapp über 6000 Mitglieder der Raiffeisenbank Werratal-Landeck 5,5 Prozent Dividende des Bilanzgewinns auf ihre insgesamt 10 000 Geschäftsanteile zum Ende dieses Monats ausgezahlt.

Dieser vom Vorstand und Aufsichtsrat der Bank vorgeschlagene Wert wurde von den Genossenschaftsmitgliedern anlässlich der Generalversammlung am Freitag einstimmig bestätigt. Des Weiteren berichtete Vorstandsmitglied Matthias Seim von einem zufriedenstellend verlaufenen Geschäftsjahr 2011 und sieht seine Bank im Vergleich zu Mitbewerbern des Marktes in einer guten Ausgangslage. Die Bilanzsumme von 194,5 Millionen Euro beinhalte zwar ein geringes Minus von 0,5 Prozent gegenüber 2010. Dennoch sei nach dem Einbruch von 2009 auf 2010 wieder eine gewisse Stabilisierung erkennbar. Im Jahre 2009 hatte die Raiffeisenbank der Kuppenrhön-Werratalregion nämlich noch 201,5 Millionen Euro in ihrem Geschäftsbericht vermerkt.

Nicht ganz zufrieden äußerte sich Seim hingegen über das Kreditgeschäft und begründete dies mit der zurückgehenden Zinsspanne. Gestiegen ist unterdessen das Eigenkapital auf jetzt 23,5 Millionen Euro und liegt damit über dem Durchschnitt vergleichbarer Geldinstitute. Zudem sind 129 neue Mitglieder im Jahr 2011 zur Bank gekommen. Zu den Handlungsfeldern der Folgejahre kündigte Vorstand Seim den Ausbau des Kreditgeschäfts sowie eine Verbesserung der Kundenbetreuung an. Dazu soll unter anderem mehr Personal eingestellt und ein neues Beraterteam für Gewerbekunden geschaffen werden.

Darüber hinaus steht ein Um- oder Neubau der Geschäftsstelle in Friedewald sowie eine Straffung des Filialnetzes auf der Arbeitsliste des nächsten Jahres.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Im weiteren Verlauf der Versammlung erhielt bei den Ergänzungswahlen zum Aufsichtsrat Günter Dainat wiederholt das Vertrauen der Mitglieder. Neu in dieses Gremium gewählt wurde Schenklengsfelds Bürgermeister Stefan Gensler. Er folgt Hans-Werner Ernst nach, der seit 2001 einen Sitz im Aufsichtsrat hatte. Nach dem offiziellen Teil referierte der Wirtschaftsexperte Oswald Metzger über das Thema „Mut zur Wahrheit – Wege aus der Krise“ (wir berichteten). Dabei forderte der CDU-Politiker den Erhalt des Euro als gemeinsame Währung und mehr Eigenverantwortung der Länder. (ha)

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