Schweres Gerät schafft Raum für 90 000 Kubikmeter Haldenwasser aus Neuhof

Becken für die Kalilauge

Zwischen Unterbreizbach und Philippsthal graben schwere Baugeräte derzeit ein Becken, in dem später die Kalilauge aus Neuhof zwischengelagert werden soll. Foto: T. Klemm

Philippsthal. Von schwerem Gerät bearbeitet wird derzeit eine Grünfläche an der Ulster zwischen Unterbreizbach und Philippsthal. Mit Baggern wird unweit des schon bestehenden Laugenstapelbeckens der K+S Kali GmbH am Standort Hattorf eine weitere große Grube ausgehoben.

„Bei den Erdarbeiten handelt es sich um den Bau eines Stapelbeckens zur Zwischenlagerung von Haldenabwässern aus dem hessischen Kaliwerk Neuhof. Das erklärte der Pressesprecher Michael Wudonig aus der Zentrale des Düngemittelkonzern K+S auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Ganze gehört zum Projekt Salzwasserleitung Neuhof-Philippsthal, welches auch anderswo schon seine sichtbaren Zeichen hinterlässt (wir berichteten).

„Der Beckenbau wurde im Planfeststellungsverfahren beantragt und genehmigt. In dem Becken werden ausschließlich die Neuhöfer Haldenwässer zwischengespeichert – mit dem Ziel einer nachfolgenden Einleitung in die Werra“, erklärte Wudonig. Das Becken ermögliche also eine Anpassung der Einleitmenge an die Wasserführung der Werra und damit eine Salzlaststeuerung. Damit würden die ökologische Forderungen aus dem Genehmigungsverfahren nach einer Vergleichmäßigung der Salzkonzentration in der Werra erfüllt, führte der K+S-Sprecher weiter aus.

Noch dieses Jahr fertig

Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Speichervolumen des neuen Beckens wird 90 000 Kubikmeter betragen. Die dafür benötigte Fläche ist etwa drei Hektar groß. Das neue Becken werde ausschließlich zur Zwischenspeicherung der Neuhöfer Haldenwässer verwendet. Die existierenden Becken würden vom Fabrikbetrieb des Philippsthaler Kaliwerkes Hattorf genutzt. Sie seien zum ordnungsgemäßen Fabrikbetrieb notwendig, merkt Wudonig an.

In das neue Laugenstapelbecken investiert der Konzern K+S rund 7,5 Millionen Euro. (tk)

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