Bohlensteg bei Widdershausen wird neu errichtet – ein Teilstück wird Schotterpiste

Baustopp wegen Brutzeit

Es geht voran: Der Bohlensteg bei Widdershausen sollen in den kommenden Tagen fertig werden. Der zu schotternde Bereich wird erst im August angelegt. So lange dürfen wegen der Brutzeit verschiedener Vogelarten in der Rohrlache keine Arbeiten ausgeführt werden. Foto: Hartmann

Widdershausen. Der im vergangenen Jahr durch das Werrahochwasser zerstörte Bohlensteg zwischen Widdershausen und Heringen wird derzeit wieder aufgebaut. Das ist die gute Nachricht für alle Radfahrer, die diesen Steg in der Vergangenheit als Teilstück des 306 Kilometer langen Werratalradwegs zwischen Thüringer Wald und Hann. Münden nutzten. Auf eben diesem etwa 300 Meter langen Bohlensteg fuhren die Radfahrer auch durch das Naturschutzgebiet Rohrlache.

Das wird es künftig nicht mehr geben, denn der neue Steg, der nur noch 150 Meter lang sein wird, gilt künftig nur noch als Radroute. Das heißt, Radler dürfen ihre Fahrräder über diesen Steg lediglich schieben. Die restliche Strecke von etwa 140 Metern wird dann laut Volker Neumann vom Forstamt Rotenburg wegen der Hochwassergefahr mit einer sogenannten wassergebundenen Schotterdecke wieder hergerichtet.

Baupause wegen Brutzeit

Während der Holzsteg noch in den kommenden Tagen fertiggestellt werden soll, werden die Bauarbeiten für die Schotterarbeiten erst im August in Angriff genommen. „Wegen der Brutzeit verschiedener Vogelarten im Naturschutzgebiet müssen die Arbeiten zunächst einmal ruhen. Ende August soll der komplette Weg eingeweiht werden. Der Bohlensteg darf natürlich sofort nach Fertigstellung von Fußgängern genutzt werden“, teilt Volker Neumann vom Forstamt in Rotenburg mit.

Neumanns Dienststelle ist für die komplette Bauausführung verantwortlich. Den Auftrag dazu hat das Regierungspräsidium in Kassel erteilt. Die Kosten für das Bauprojekt in der Rohrlache betragen 100 000 Euro. Diese Summe wiederum wird vom Land Hessen übernommen.

Von Mario Reymond

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