Düngemittelhersteller benötigt 25 Güterzüge täglich

Bahnstreik: K+S befürchtet Engpässe

Kassel. Durch den Bahnstreik wird es auch beim Kasseler Düngemittelhersteller K+S zu Schwierigkeiten kommen. Für alle Standorte in Deutschland werden täglich 25 Güterzüge benötigt, um die Waren zu transportieren. Alleine zehn davon im Werk Werra.

Mit welchen Einschränkungen tatsächlich zu rechnen ist, das vermochte K+S-Unternehmenssprecher Ulrich Göbel nicht zu beziffern. Ein hoher Prozentsatz des K+S-Zugverkehrs – bis zu 50 Prozent – ist fahrplanmäßig organisiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Züge fahren ist auch in Streikzeiten hoch. „Wir unterhalten bei unseren Planungen enge Beziehungen zur Bahn “, so Göbel. Aber dennoch rechnet auch er mit Einschränkungen für die kommenden Tage. Auch vor dem Hintergrund, dass nur noch etwa 20 Prozent der Lokführer der Bahn verbeamtet seien und daher nicht streiken dürften.

Ganz wichtig für K+S sei es, dass die Produktion bei Kundenbetrieben durch zu erwartenden Lieferengpässe nicht gefährdet werde. „Beispielsweise im Bereich des Transports von technischen Salzen ist es wichtig, dass wir diese mit oberster Priorität behandeln. Auch bei Lieferungen nach Übersee müssen wir schauen, wie wir das individuell handhaben“, erklärt Göbel.

Notfalls müsste bei K+S von der Bahn auf die Straße ausgewichen werden. „Das wird aber nicht einfach. Denn für einen ausfallenden Güterzug müssten wir 40 Lkw ordern. Da wäre dann unsere Logistik extrem gefordert“, merkt der K+S-Unternehmenssprecher an.

Von Mario Reymond

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