Im Heimatmuseum Friedewald zu sehen

Ausstellung würdigt Revolutionär Spies

Friedewald. Der Heimatverein Friedewald zeigt vom 3. Mai bis zum 29. Juli im Heimatmuseum anlässlich des 125. Todestags von August Spies die Sonderausstellung „August Spies – ein Revolutionär aus Friedewald“.

August Spies war durch sein Denken und Handeln einer der Vorreiter im Kampf um die Rechte der Arbeiter. Im Alter von 17 Jahren wanderte der Friedewälder nach Chicago aus. Dort kämpfte er als Journalist für bessere Lebensbedingungen der Arbeiter. Im November 1887 wurde er gehängt. Ihm wurde vorgeworfen, im Mai 1886 mit weiteren Arbeitskämpfern auf dem Chicagoer Haymarket eine Bombe gezündet zu haben.

Am Haymarket hatten Gewerkschafter einen Streik organisiert. Sie wollten die Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von zwölf auf acht Stunden erreichen. Spies’ Beteiligung an dem Anschlag wurde aber nie nachgewiesen. Vielmehr wurde das Urteil im Jahre 1893 durch den Gouverneur von Illinois, John Peter Altgeld, wieder aufgehoben.

Zum Gedenken an August Spies und seine Mitstreiter wird alljährlich am 1. Mai der Tag der Arbeit begangen.

Eröffnungsfeier am 4. Mai

Die Feier zur Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 4. Mai, ab 18 Uhr im Heimatmuseum statt. Die Begrüßung übernimmt Bernd Deiseroth, 1. Vorsitzender des Heimatvereins. Das Grußwort spricht der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell.

Ein Einführung in die Ausstellung gibt der Rotenburger Historiker Dr. Heinrich Nuhn. (rey)

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