Heimat- und Verkehrsverein des Hohenrodaer Ortsteils feierte 50-jähriges Bestehen

Aufgeräumtes Ausbach

Lustiges Quartett: Mit ihren Spontanauftritten und kessen Sprüchen amüsierte die Gruppe „Ziehfitzche“ öfters das Publikum beim Kommers des Heimat- und Verkehrsvereins.

Ausbach. Die lokale Identität sichtbar zu machen, sei vor 50 Jahren wohl das Hauptmotiv zur Gründung des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Ausbach gewesen, sagte dessen heutiger Vorsitzender Arnold Sippel zur Eröffnung des Jubiläumskommerses. Ein regionaler Trend habe damals auch die Ausbacher erfasst, ihr Dorf aufgeräumter zu präsentieren und der Kultur mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Mit welchem Elan die 42 Gründungsmitglieder zu jener Zeit ans Werk gingen, erzählte anschließend der vormalige Schriftführer Hans Mänz in seinem Chronikvortrag – HZ vom 9. August. Dabei verschwieg er auch nicht, dass die Aufbruchstimmung alsbald nachließ. Es sei eben ein Unterschied, ob man im Verein seinem persönlichen Hobby nachgehe oder unbezahlte Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit verrichte, bat der Chronist um Verständnis.

Filmvortrag zur Geschichte

Welche mit Mühsal verbundene Arbeit zur Verschönerung des Ortes und der Umgebung die HVV-Mitglieder trotzdem auf sich nahmen, wurde in einem Bild- und Filmvortrag des langjährigen Vorsitzenden Albert Deis erst richtig deutlich.

Doch neben ausführlicher Aufbereitung der Vereinsgeschichte hatte die Jubiläumsveranstaltung mit dem musikalischen Auftritt der Männergruppe „Hosenträger“ auch unterhaltsame Einlagen zu bieten. Wobei das Zugaberepertoire trotz mehrfacher Aufforderung durch die Zuhörer schließlich ausgeschöpft war und die lustigen Geschichten von Frontmann Kurt John das Publikum öfter zu Heiterkeitsausbrüchen veranlasste.

Ebenso heftiges Schmunzeln im Saal verursachten während des Programms immer wieder die Spontanauftritte des Frauenquartetts „Ziehfitzche“ (Stadtpomeranze). Ute Trombach, Annette Lieberoth, Birgit Rüger und Bettina Gebauer äußerten dabei in Mundart kesse Sprüche, die im Alltag schon eher Schamesröte hervorgebracht hätte.

Die Ehrung zahlreicher Vereinsmitglieder schloss den Kommers ab.

Kaum eine Atempause gewährte den Veranstaltern überdies der folgende Tag mit Backhausfest und einem Museumshof voller Gäste, die alsbald Kuchenbleche und Vorräte der Spezialität „Usbicher Ploatz“ abgeräumt hatten. Der Ransbacher Musikverein spielte dazu flotte Melodien. Vorführungen ehemals dörflicher Arbeitsabläufe und ein Mundartvortrag von Fritz Bierwirt, der die Unbequemlichkeiten früherer Zeit mit Humor verklärte, unterhielten das Publikum außerdem.

Bei einem beschwingten Tanzreigen zur Musik des Ringberg-Echos fand das Jubiläumsfest abends einen stimmungsvollen Ausklang. (ha)

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