Übungstag mit Professor Christian Sprenger beim Kreisverband der Posaunenchöre

Auch Atmen will gelernt sein

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Atemübungen im Stehen: beim Posaunenchor-Workshop in Schneklengsfeld wurden die Instrumente manchmal aus der Hand gelegt.

Schenklengsfeld. Einen eintätigen Bläserworkshop hat der Kreisverband Bad Hersfeld der Posaunenchöre veranstaltet. Referent war Christian Sprenger, Professor für Posaune an der Hochschule für Musik Weimar.

Der Workshop im Gemeinderaum Schenklengsfeld war mit 75 Bläsern ausgebucht. Fazit einer Bläserin am Ende des Tages: „Er hat meine Erwartungen nicht erfüllt, sondern gnadenlos übertroffen“.

Eindrucksvoll und mit ganzem Körpereinsatz erklärte Christian Sprenger, wie Atmung funktioniert und warum „Üben“ nicht mit dem Instrument beginnen sollte. 75 Bläser, die im Stehen Atemübungen machen, mit den Armen wedeln und dabei auch noch Spaß haben? Jawohl, das geht und ist – nebenbei bemerkt – auch höchst effektiv, meint die Kreisbeauftragte Sonja Steinert.

Nach einem ausgiebigen Einblasprogramm begann erst das Einstudieren verschiedener Stücke. Viel Zeit des Tages verbrachten die Bläser damit, die aufgelegten Stücke zu singen. „Ach Du meine Güte, das kann ich doch gar nicht.“ „Ich habe keine schöne Stimme“ „Oh, das wird jetzt aber peinlich.“ „Meint der das etwa ernst“. „Wo ist die versteckte Kamera“ – ging manchem Bläser durch den Kopf. Aber alle haben mitgemacht und die Ergebnisse waren überzeugend. Mit viel Humor, Mimik, ganzem Körpereinsatz und vielen einleuchtenden Beispielen überzeugte Christian Sprenger die Bläser von dieser Art, neue Stücke einzustudieren und schwierige Stellen zu begreifen.

Es wurde an diesem Tag viel gelacht, aber auch hart gearbeitet. Dabei gab es jede Menge Anregungen für die eigenen Proben in den Chören oder für das eigene Übeprogramm Zuhause. (red/jce)

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