Partnerschaft zwischen Philippsthal und Salies du Salat besteht seit 40 Jahren – Delegation aus dem Werratal besucht Südfrankreich

Ein Apfelbaum als Freundschaftssymbol

Pflanzaktion in Südfrankreich: Andreas Nennstiel, Vorsitzender der Philippsthaler Gemeindevertretung, und Bürgermeister Ralf Orth (im dunklen Anzug, von links) pflanzen mit tatkräftiger Unterstützung der südfranzösischen Gastgeber einen Apfelbaum in der Partnergemeinde Salies du Salat. Rechts der Salieser Partnerschaftsbeauftragte Jacques Hennebois. Fotos: nh

Salies du Salat/Philippsthal. 33 Philippsthaler haben die lange Reise in die Partnerstadt Salies du Salat in Südfrankreich angetreten, um dort das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen beiden Kommunen zu feiern.

Zur Delegation gehörten auch Bürgermeister Ralf Orth, die erste Beigeordnete Bärbel Führer, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Andreas Nennstiel, der ehemalige Bürgermeister Hartwig Klotzbach sowie drei weitere Gemeindevertreter. Im Gepäck hatten die Philippsthaler einen Apfelbaum, der tatsächlich schon einen Apfel hatte.

Während der offiziellen Feierstunde zur 40-jährigen Partnerschaft zwischen Salies und Philippsthal wurden der Partnerschaftsgedanke erneuert und Gastgeschenke ausgetauscht.

Gegenseitiges Verständnis

In den Reden hoben sowohl Bürgermeister Jean-Pierre Duprat aus Salies, wie auch Bürgermeister Ralf Orth aus Philippsthal die Bedeutung der Partnerschaft hervor. Durch das gegenseitige Kennenlernen der Länder, Menschen und Kulturen werde gegenseitiges Verständnis erreicht. Gerade in den Krisenzeiten sollten die Nationen sich annähern, um den Frieden zu erhalten. Vor allem für und mit den Jugendlichen soll die Partnerschaft weitergeführt und ein Austausch gefördert werden. Bürgermeister Ralf Orth überreichte den wohlbehalten in Salies angekommenen Apfelbaum, an dem noch immer der Apfel hing, an seinen französischen Kollegen. Im Gegenzug bekam er einen eigens für diesen Tag entworfenen Teller. Unter den Klängen der beiden Nationalhymnen und der Europahymne wurde der Baum eingepflanzt. Während eines gemeinsamen Essens wurde von den Franzosen auch die heimliche Nationalhymne der Gegend „Se canto“ angestimmt, worauf die Deutschen mit dem „Steigerlied“ antworteten.

In den folgenden Tagen besuchten die Gäste aus dem Werratal den typischen Wochenmarkt in Salies und bestritten eine Stadtrallye, organisiert von Esther Ricart, einer Deutschen mit Wurzeln in Philippsthal. Weiterhin standen Ausflüge nach Auch mit Armagnac-Verkostung, an den Atlantik, in die Pyrenäen und sogar nach Spanien auf dem Programm der Besucher.

Als am Tag der Abreise die letzten Gastgeschenke ausgetauscht waren, gab es noch einmal herzliche Umarmungen zwischen Deutschen und Franzosen und ein paar Tränen wurden verstohlen weggewischt. Beide Gruppen versicherten sich ein baldiges Wiedersehen. Bürgermeister Ralf Orth lud die Salieser ein, in zwei Jahren 825-Jahrfeier nach Philippsthal zu kommen. (red/jce)

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