Friedewald macht mobil gegen geplante Deponie

Anwohner wehren sich gegen Erdwall

Friedewald. Im Zuge des Autobahnbaus auf der A4 soll in Friedewald, direkt am Neubaugebiet Auweg, ein fünf Meter hoher, temporärer Erdwall entstehen, der eine dahinter liegende Bodendeponie abschirmt (wir berichteten).

Fotomontage zum geplanten Erdwall

Dagegen wehren sich nun die Anwohner und haben deshalb eine Interessengemeinschaft gebildet. Sie will vor allem die zu erwartenden Belastungen und Gefahren durch Lärm, Staub und Verkehr ermitteln. Besonders sorgen sich die Anwohner auch um die Stabilität der Aufschüttungen. Inzwischen wurden auch die beiden Bundestagsabgeordneten Roth und Heiderich um Unterstützung gebeten.

„Wir stehen ganz klar zur grundhaften Erneuerung der BAB 4 im Bereich Friedewald. Aber wir wehren uns entschieden gegen die Erddeponie an dieser Stelle“, erklärt Maik Hahn, der Sprecher der Interessengemeinschaft.

Trotzdem sind die Chancen, den Erdwall noch verhindern zu können, gering. Die Unterlagen zur Planfeststellung haben vom 21. November bis zum 5. Dezember 2011 in Friedewald ausgelegen. „Damals hätte man noch dagegen klagen können“, erklärt Jörg Wiegel vom Regierungspräsidium im Kassel. „Jetzt aber ist das geltendes Recht.“. Hinzu kommt, dass das Projekt unter großen Zeitdruck steht, weil vor allem der Autobahnbrückenbau wegen hohen Sanierungsbedarfs sofort beginnen muss. (kai)

Kommentare