Publikumsfragen beim Wahlforum

Angst vor dem Wall

Maren Gutberlet

Ob es nur ein Gerücht sei oder eine tatsächliche Bedrohung, dass der Erdaushub der geplanten Autobahnerweiterung als Lärmschutzwall bis an die Grundstücksgrenzen im Neubaugebiet am Auweg aufgeschüttet werden soll? Danach fragte Manfred Schäfer – und erhielt von beiden Kandidaten beunruhigende Antworten.

Beide hatten sich kundig gemacht und mussten die Befürchtung bestätigen. Bei der Planung sei dieser Bereich noch nicht bebaut gewesen, wusste Wolfgang Bax. Und Dirk Noll mutmaßte, dass während des Planfeststellungsverfahrens von Seiten der Gemeinde wohl „nicht tief genug“ in die Akten geschaut wurde. Eine noch bevorstehende Informationsveranstaltung, so macht er Mut, gäbe vielleicht noch Gelegenheit, die Bedenken der Anwohner vorzutragen.

Um die Leerstände vornehmlich in der Hauptstraße des Kernortes sorgte sich Markus Göbel. Bax und Noll waren sich hierbei einig, dass „die Gemeinde das Ruder in die Hand nehmen“ (Bax) und der Denkmalschutz auch mal „einen Schritt zurück machen muss“ (Noll). Bei Göbels weiterer Frage zu Nachnutzungsplänen für den alten Kindergarten und die Rote Schule verwiesen sie auf zu hohe Kosten der bisherigen Vorschläge und die Absicht, vor einer Entscheidung noch die Bürgermeinung erfragen zu wollen.

Nach Ideen für eine Belebung des neuen Dorfplatzes und einer Lösung für die Brache auf dem Gelände des DRK-Altenheims erkundigte sich Maik Hahn. Bax und Noll verwiesen beim zweiten Punkt zwar auf die Zuständigkeit des Roten Kreuzes, sahen aber Handlungsbedarf wie auch beim Dorfplatz, der mehr sein soll als Wasserspiele für die Kinder.

Auf die Frage von Maren Gutberlet nach Angeboten für die Jugend verwies Noll auf die Arbeit der Vereine, während Bax in einem Jugendbeirat eine Möglichkeit sah, dem Nachwuchs eine Lobby zu verschaffen.

Und schließlich nahmen beide Kandidaten den Hinweis von Heinz Engler zur wünschenswerten Fortsetzung eines Radweges im Sinne der Tourismusförderung positiv auf. (ks)

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