Mehr Plätze im Kindergarten Friedewald für unter Dreijährige und am Nachmittag

Angebot wird ausgeweitet

Ab August weitet die Kindertagesstätte Friedewald ihr Betreuungsangebot aus. Unser Bild zeigt eine Kindergruppe beim Tag der offenen Tür im vergangenen Jahr. Archivfoto: roda

Friedewald. In der Kindertagesstätte Friedewald wird es ab August ein erweitertes Betreuungsangebot geben. Diesen Beschluss fassten die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Mittwochabend.

Künftig soll eine Gruppe für die Aufnahme von unter dreijährigen Kindern geöffnet sein. Zudem wird das Nachmittagsangebot um eine zweite Gruppe erweitert, die von 14 bis 15.30 Uhr ist. Sowohl der Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren als auch der Bedarf an Ganztagesplätzen überschreite das Angebot, heißt es in der Beschlussvorlage des Gemeindevorstandes. So lägen bei sechs Plätzen für Kleinkinder bereits zehn Anmeldungen vor. Der erwartete Bedarf an Ganztagesplätzen liege bei 28 Kindern, maximal 20 Kinder seien erlaubt und nur 15 empfohlen. Bei einer Enthaltung wurde der Ausweitung des Betreuungsangebots zugestimmt.

Für Kontroversen sorgte ein Ergänzungsantrag der SPD, nach dem die tatsächliche Zahl der angemeldeten Kinder monatlich dem Gemeindevorstand übermittelt werden soll. So könne überprüft werden, ob das zusätzliche Angebot auch ausreichend genutzt werde, hatte Bernd Iffland diesen Antrag begründet.

In den Augen der Offenen Liste ist diese Ergänzung überflüssig. „Dass die Kinderzahlen an die Verwaltung übermittelt werden, ist Tagesgeschäft“, sagte Roland Reinmüller. Beigeordneter Uwe Wolf (OL), der in Vertretung des ersten Beigeordneten Klaus Kraft (SPD) als amtierender Bürgermeister teilnahm, verglich die Kindergartenplätze mit einem Linienbus: „Da wird es dem Betreiber auch nicht gelingen, immer mit einem Bus zu fahren, der nicht mehr Plätze als Fahrgäste hat“. Mit sieben Stimmen von SPD und CDU wurde auch der Ergänzungsantrag angenommen.

Stellenplan geändert

Einstimmig änderten die Parlamentarier für die Ausweitung des Betreuungsangebotes den Stellenplan in den ersten Nachtragshaushalt. Durch das erweiterte Angebot wird im Kindergarten mehr Personal benötigt. Die Stellenzahl im Haushaltsplan steigt um 0,6 auf 9,3 Stellen. Insgesamt muss zusätzliches Personal für 32 Stunden eingestellt werden, 0,3 ungenutzte Stellen und damit 11,7 Stunden waren im alten Stellenplan bereits enthalten. Die Personalkosten steigen um 7000 Euro. Durch verringerte Gesamtpersonalkosten, unter anderem durch den Ruhestand des Bürgermeisters, müssen die Gesamtpersonalkosten nicht erhöht werden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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