Carl W. Hossfeld besucht das Heimatmuseum

Amerikaner im Dorf seiner Vorfahren

Friedewald. Im Anschluss an eine Mosel-Rhein-Kreuzfahrt besuchte Carl W. Hossfeld (74) aus Baltimore für zwei Tage Friedewald, den Geburtsort seines Urgroßvaters.

Nach seiner Pensionierung nahm sich Hossfeld Zeit für die Ahnenforschung, die ihn zurück nach Friedewald führte. Und nun fasste er den Entschluss, gemeinsam mit seiner Frau und Susan diesen Ort persönlich kennenzulernen. Das Ehepaar war natürlich sehr neugierig und aufgeregt, das Dorf des Vorfahren zu sehen und zu erkunden.

Betreut wurden sie dabei von Hans Pietsch vom Heimatverein Friedewald. Nachforschungen in den alten Kirchenbüchern der evangelischen Kirchengemeinde ergaben, dass der Urgroßvater Heinrich Friedrich Hoßfeld, geboren am 22. Juli 1854, im Jahre 1872 in die USA auswanderte. Seine Geschwister Johann Heinrich und Margarete folgten ein Jahr später im Alter von 19 und 16 Jahren und bis zum Jahre 1900 hatte die gesamte Familie Hoßfeld Friedewald in Richtung USA verlassen. Mit dazu beigetragen hat sicherlich der Großbrand vom 19. auf den 20. Oktober im Jahre 1865 in Friedewald, bei dem fast der ganze Ort in Schutt und Asche gelegt wurde.

200 wanderten aus

Auf der „Auswanderer-Tafel“ im Heimatmuseum Friedewald sind die Namen von über 200 Emigranten verzeichnet, die in den Jahren von 1836 bis 1875 in die USA auswanderten. Dadurch verlor der Ort Friedewald in diesem Zeitraum über zehn Prozent seiner Einwohner.

Carl Hossfeld war voll des Lobes über das Heimatmuseum und äußerte spontan den Wunsch, für ein Jahr Mitglied des Heimatvereins Friedewald zu werden und spendete einen Jahresbeitrag.

Besonders erfreut waren die Amerikaner darüber, dass auch das Geburtshaus der Vorfahren an der Hönebacher Straße aufgrund der bei älteren Einwohnern noch üblichen „Hausnamen“ sowie der ehemaligen Hausnummer ausfindig gemacht werden konnte. (red/rey)

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