Der Heimatverein veranstaltete ein Weinbergfest zum Tag des offenen Denkmals

Altes Handwerk erhalten

Großes Interesse: Trotz des schlechten Wetters kamen viele Besucher zum Tag des offenen Denkmals und zum Weinbergfest nach Schenklengsfeld, um sich dort die Praxis der traditionellen Handwerksberufe anzusehen. Fotos: Sell 

Schenklengsfeld. Viel zu bestaunen gab es am Tag des offenen Denkmals und beim Weinbergfest am Wochenende in Schenklengsfeld: An der Straße am Weinberg wurden alte Handwerksberufe gezeigt.

Viele Einheimische und Auswärtige ließen sich vom Regenwetter nicht abschrecken und trafen sich zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie zu einem Glas Wein.

Während eines Rundgangs wurde unter anderem der Standort der ehemaligen Produktionsstätte der ULI-Chemie besichtigt, die zunächst Schuhcreme und Bohnerwachs und ab dem Jahr 1947 Klebstoffe für die Schuhindustrie sowie das Reparaturhandwerk herstellte. Aufgrund der Lage des Produktionsstandorts in einem Wohngebiet war eine Expansion nicht möglich, sodass der Standort nach Erfurt verlegt wurde.

Außerdem wurden die Eichhoff-Werke vorgestellt, wo zunächst elektrische Hausklingeln und später Geräte und Bauelemente für die Elektro- und Fernmeldetechnik sowie für die Feinmechanik angefertigt wurden. Zeitweise waren bis zu 200 Arbeitskräfte beschäftigt, bis das Werk nach England verkauft und verlagert wurde.

Am Weinberg selbst zeigten ein Schmied, eine Korbflechterin und ein Schuhmacher sowie eine Töpferin Techniken der alten Handwerksberufe. Dabei hatten die Besucher auch die Gelegenheit, selbst die Fertigkeiten des traditionellen Handwerks auszuprobieren.

Von Franziska Sell

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