Schenklengsfeld: Interessierte Bürger sollen zahlen

Altenheimbau über Stiftung finanzieren

Schenklengsfeld. In Schenklengsfeld plant die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für altengerechtes und betreutes Wohnen ein Projekt, das Seniorenhilfe, betreutes Wohnen, Tages- und Kurzzeitpflege sowie stationäre Pflege unter einem Dach kombiniert.

Anlässlich einer Veranstaltung wurde für die Investition in den Bau eines solchen Hauses das Finanzierungsmodell einer Bürgerstiftung empfohlen. Dazu hatte Joachim Vetter von der Consolutions Projekt- und Baumanagement GmbH das Ergebnis einer von der Gemeinde beauftragten Bedarfsanalyse erklärt. Darin zusammengefasst, regte er unter anderem die Entwicklung eines Mehrgenerationenhauses, den Aufbau von Liefer- und Fahrdiensten für Senioren sowie den Bau einer Altenpflegeeinrichtung mit 42 Plätzen an.

3,5 Millionen Euro notwendig

Die notwendigen Investitionen dafür kalkuliert er auf 3,5 Millionen Euro. Das Kapital sollte über eine Bürgerstiftung aufgebracht werden, riet Vetter abschließend. Denn eine Stiftung passe zur ländlichen Struktur von Schenklengsfeld eher, als ein fremder Investor.

Den Erläuterungen seines Vortragspartners Volkmar Heun zufolge, kann sich jede Person ab dem 18. Lebensjahr an einer solchen Stiftung beteiligen. Eine Stiftung sei gemeinnützig und auf Ewigkeit angelegt. Deshalb auch könne das eingelegte Kapital nicht mehr zurückgefordert werden.

Die Stifter wählen in einer Gründungsversammlung den Vorstand sowie den Aufsichtsrat und beschließen eine Satzung, in der zum Beispiel auch die Höhe des Mindestbetrags für die Mitglieder festgelegt wird. Für das Projekt in Schenklengsfeld können sich Interessenten aus der Gemeinde und den umliegenden Dörfern in Listen eintragen, die ab sofort in der Gemeindeverwaltung sowie in den Arztpraxen Klein und Kreuder ausliegen.

Gründung Ende Oktober

Ziel ist es, bis zum 31. Oktober genügend Personen für eine Gründungsversammlung zu werben. Auch danach ist ein Beitritt jederzeit möglich. Ebenso kann der eingezahlte Betrag später erhöht werden.

Sollte der Bau eines Altenheims in Schenklengsfeld über die Bürgerstiftung zustande kommen, bekundet der DRK-Kreisverband Hersfeld jedenfalls Interesse als Betreiber, wie sein stellvertretender Vorsitzender Tobias Deis während der Versammlung mitteilte. (ha)

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