Stadt Heringen investiert 17 Millionen Euro in moderne Wasserversorgung

Alte Rohre austauschen

Eines der letzten alten Wasserleitungsrohre aus Eternit, das noch aus dem Jahr 1938 stammt, wurde jetzt in der Heringer Arndtstraße außer Betrieb genommen. Foto: nh

Heringen. Eines der letzten Stücke der Wasserleitungen aus Eternit wurde in der Heringer Arndtstraße außer Betrieb genommen. Das teilte die Stadt Heringen mit. Auch in der Von-Hutten-Straße gebe es noch ein Teilstück. Die Rohre wurden, so verrät eine Inschrift, im Jahr 1938 hergestellt.

Zustand erstaunlich gut

Das Herstellungsdatum könne man selbst nach so vielen Jahrzehnten in der Erde immer noch erkennen und auch der Zustand sei erstaunlich gut und ergebe beim Schlag mit einem Hammer einen hellen Klang, stellte Bürgermeister Hans Ries fest.

An anderer Stelle ausgegrabene Rohre aus diesem Material machten hingegen den Eindruck, aus gepresstem Papier zu sein. Ein Austausch der alten Rohre sei deshalb nötig.

Der Vorteil des Eternits sei demnach nicht nur der günstige Herstellungspreis gegenüber dem für die Kriegsvorbereitungen benötigten Metall, sondern die Eternitrohre setzten sich im Gegensatz zu Gussrohren – und ähnlich wie moderne Polyethylen-Rohre – nicht mit Eisenablagerungen zu, erläuterte Ries.

Teure Aufbereitungsanlagen

Insgesamt müsse die Stadt Heringen (Werra) fast 17 Millionen Euro in eine moderne und dann wieder funktionstüchtige Wasserversorgung investieren. Ein besonderes Kostenproblem bildeten hier die die komplexen und teuren Aufbereitungsanlagen für die verschiedenen Wässer.

Hinzu kämen noch etwa drei Millionen Euro Investitionen von 2010 bis 2014 in das 50 Jahre alte Netz und die Anlagen des Wasserbeschaffungsverbandes, der neben Heringen noch die Kommunen Friedewald und Philippsthal mit Wasser versorge und dessen Leitungen bis in die Gemarkungen Hersfeld und Ludwigsau reichten.

Auch der Wasserbeschaffungsverband wird von den Stadtwerken der Stadt Heringen (Werra) gemanagt. (red/zac)

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