Bürgermeister Noll favorisiert Anschluss Friedewalds an Schenklengsfelder Kläranlage

Die Abwasserfrage klären

Sanierungsstau: Die Friedewalder Tropfkörper-Kläranlage müsste für viel Geld auf den neuesten Stand gebracht werden. Alternativ wird über einen Anschluss an die Schenklengsfelder Kläranlage nachgedacht. Foto: nh

Friedewald. Die Gemeinden Schenklengsfeld und Friedewald werden vorbehaltlich der Entscheidung durch die gemeindlichen Gremien voraussichtlich ab dem Jahr 2016 ihr Abwasser zusammen in der zu erneuernden Schenklengsfelder Teichkläranlage bei Malkomes entsorgen.

Während einer Bürgerversammlung in den Friedewalder Bürgerstuben stellte Bürgermeister Dirk Noll am vergangenen Dienstagabend diese Variante als die wirtschaftlichste Lösung vor. Mit Stefan Gensler, seinem Schenklengsfelder Bürgermeisterkollegen, habe er über dieses gemeinsame Projekt bereits mehrere Gespräche geführt. Und auch in der Nachbarkommune könne man sich mit diesem gemeinsamen Projekt anfreunden, glaubt Noll. Der Vorteil für beide Kommunen wäre ein möglicher Landeszuschuss. So dürfte alleine Friedewald bei geplanten Baukosten von 2,25 Millionen Euro mit einem Zuschuss von einer Million Euro rechnen. Dieses Geld könnte bei rechtzeitiger Beantragung auch komplett fließen.

Problem: Für alle Kommunen in ganz Hessen stehen in diesem Fördertopf 20 Millionen Euro bereit. Und es gelte nach Noll das Prinzip: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wir wollen keine Schnellschüsse machen, aber auch kein Geld verschenken“. Es seit trotz vorsichtiger Herangehensweise wichtig, den ersten der beiden Fristtermine für Förderanträge hinzubekommen. Der Stichtag wäre demnach der 1. April. Zum 2. Stichtag am 1. Oktober dürfte der Topf dann bereits ziemlich leer sein.

Bis zum 1. April müsste das komplette Projekt also in beiden Gemeinden auf sicheren Füßen stehen. Im Februar soll das Thema mit der Gemeinde Schenklengsfeld abschließend erörtert werden, um im März die konkreten Kosten vorliegen zu haben. Nach den sich anschließenden Grundsatzbeschlüssen in beiden Gemeindevertretungen könnte dann der Förderantrag gestellt werden.

Geld aus dem Fördertopf des Landes würden Friedewald und Schenklengsfeld nur für diese gemeinsame Variante erhalten. „Es gibt kein Geld für die reine Sanierung der beiden alten Anlagen. Nur wenn wir uns über einen Kanalsammler an die zu vergrößernde Teichkläranlage in Malkomes anschließen würden, gibt es Geld für den Sammler und die Erweiterung“, stellt Noll abschließend fest.

Mit dieser Variante seien auch die gesetzlich vorgegebenen Maximalwerte an umweltgefährdenden Stoffen wie beispielsweise Phosphat am ehesten einzuhalten.Und auch die jährlichen Betriebskosten seien mit 125 100 Euro geringer als bei allen anderen Varianten.  unten

Von Mario Reymond

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