IGBCE-Maikundgebung in Schenklengsfeld

Abschlagsfreie Rente gefordert

Forderte seine Zuhörer auf, am 25. Mai zur Wahl zu gehen: Der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke (vorne rechts) sprach bei der IGBCE-Maikundgebung in Schenklengsfeld. Foto: roda

Schenklengsfeld. An den aus Friedewald stammenden Sozialrevolutionär August Spies erinnerte der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke bei der Maikundgebung des Ortsvereins der IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) in Schenklengsfeld. Spies sei ein Vorkämpfer des Achtstunden-Arbeitstages gewesen und für eine Protestaktion in den USA zum Tode verurteilt worden. Das Urteil habe sich später aber als Justizirrtum herausgestellt.

So wie Spies damals, kämpften die Gewerkschaften heute um Rechte der Arbeitnehmer, machte Warnecke zur symbolischen Bedeutung des 1. Mai einen Zeitsprung in die Gegenwart und forderte die abschlagsfreie Rente. Dabei äußerte er sein Unverständnis über den öffentlich medialen Aufruhr dazu. Gleiches beziehe sich auf die Mütterrente. Denn diese Frauengeneration habe mit ihrer Arbeit immerhin die Hälfte zum Bestand eines Familienhaushaltes beigetragen.

Angesichts der Europawahl am 25. Mai sprach der Kundgebungsredner auch dieses Thema an und warnte davor, Europa auf schorflose Äpfel in der Supermarktregalen sowie den einheitlichen Krümmungsradius von Salatgurken zu reduzieren. Als Positivbeispiel nannte er hingegen die Normierung der Ladegeräte für Mobiltelefone. Auch die Angleichung des Arbeitsrechts in den Mitgliedstaaten sei ein Erfolg der EU.

Mit der Bitte, auch deshalb an der Europawahl teilzunehmen, schloss Warnecke seinen Vortrag zu der Kundgebung, die von IGBCE-Ortsvereinsvorsitzenden Horst Habermehl eröffnet worden war und von der Kapelle „Ohne Strom“ musikalisch umrahmt wurde. (ha)

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