Mehr zum Thema Feuerwehr: Kreisbrandinspektorin zieht positive Halbjahresbilanz

Abschied und Neubeginn

Informierten in der Kreuzberghalle über aktuelle Brandschutzthemen: Unser Bild zeigt von links Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth, den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Martin Orf, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, sowie die Kreisbrandmeister Karsten Kunz, Patrick Kniest und Stefan Hertrampf. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Für Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt war es die letzte große Dienstversammlung mit den Führungskräften der Feuerwehren im Kreis, für Tanja Dittmar die erste seit ihrem Amtsantritt im August. Die Kreisbrandinspektorin zog bei der Zusammenkunft in der Philipsthaler Kreuzberghalle eine positive Halbjahresbilanz.

Sowohl im Landratsamt als auch in den Gemeinden sei sie gut aufgenommen worden. Dabei habe sie sich mancherorts gleich mit Hiobsbotschaften vorstellen müssen – schließlich sei ihr Amtsantritt mit den turnusgemäßen Überprüfungen von Unterkünften und Ausrüstung der Feuerwehren durch die Unfallkassen zusammengefallen.

Besonders würdigte Dittmar den Einsatz der ehrenamtlichen Kreisausbilder. „In der freien Wirtschaft müsste man dafür viel Geld in die Hand nehmen“, sagte sie mit Blick auf ihre frühere Tätigkeit bei der Berufsfeuerwehr Mühlheim. Die Klagen über eine Fortbildungsmüdigkeit aus manchen Gemeinden wollte Dittmar nicht teilen: „Niemand bleibt einem Lehrgang ohne guten Grund fern“, sagte die Kreisbrandinspektorin. Man habe deshalb nach den Ursachen für nicht ausgelastete Lehrgänge gesucht. Dabei sei aufgefallen, dass viele Feuerwehren bisher bei der Bedarfsmeldung großzügiger kalkuliert hätten, um auch wirklich einen der Plätze zu bekommen. Das Angebot solle deshalb reduziert und Terminüberschneidungen vermieden werden: „Dabei wollen wir in 2015 auch Rücksicht auf wichtige Termine außerhalb der Feuerwehr nehmen.“

Enttäuscht zeigte sich Dittmar bei der Haltung des Landes zur Ausrüstung der Privatfahrzeuge der Führungskräfte auf Kreisebene mit Blaulicht und Martinshorn. Das Land habe dafür verlangt, dass die Privatfahrzeuge wie ein Mannschaftswagen ausgerüstet sein müssten– bis hin zur Farbe Rot.

Bei dem schweren Busunglück auf der A 4 hätten die Führungskräfte sich mit ihren Privatfahrzeugen in gefährlichen Manövern durch den Stau kämpfen müssen. In Bayern sei es den Führungskräften hingegen seit Jahren möglich, ihre Autos mit Sondersignal zu versehen. „Dort funktioniert es reibungs- und unfallfrei“, betonte die Kreisbrandinspektorin.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Kommentare