Protest aus Friedewald und Herfa

1200 Unterschriften gegen Windparks

1200 Unterschriften: Die Bürgerinitiative für ein L(i)ebenswertes Friedewald (Marco Sell, Hartmut Schaub, Friedhelm Schönewolf von links) bei der Übergabe der Liste an MdL Lena Arnoldt. Foto: nh

Friedewald. Eine Liste mit über 1200 Unterschriften von Bürgern aus Friedewald und dem Heringer Ortsteil Herfa, in dem sich die Unterzeichner gegen den Bau de geplanten Windparks auf dem Roteberg und Waltersberg aussprechen, übergab die Bürgerinitiative für ein L(i)ebenswertes Friedewald an die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt.

Mit den Unterschriften überreichte der Vorsitzende der BI, Marco Sell, auch eine Petition, die an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtags gerichtet ist. Darin wird gefordert, sich für Änderungen bei der Abstandsregelung zur Wohnbebauung, Abschaffung der Privilegierung gemäß § 35 BBauG, Korrektur/Änderungen bei Windvorranggebieten in der Region sowie Windkraftvorhaben auf dem Roteberg Friedewald und den Waltersberg zwischen Herfa und Lautenhausen einzusetzen.

Im Gespräch mit Lena Arnoldt hat die BI verdeutlicht, dass eine Verschiebung der geplanten Anlagen entlang der Autobahn A 4 im Anschluss an die bereits stehenden Friedewalder Windkraftanlagen und darüber hinaus nördlich der BAB 4 in den Seulingswald eine denkbare Alternative darstelle, die auf breite Zustimmung stoße. Der geplante Windpark Gaishecke ist im Wesentlichen unstrittig.

Arnoldt unterstrich, dass es nach wie vor erklärtes Ziel der Landesregierung sei, 2 Prozent der Landesfläche für erneuerbare Energien/Windkraft vorzuhalten. Es müsse aber geprüft werden, ob angesichts der vielen Proteste und der unterschiedlichen Bedenken die Vorgaben noch zeitgemäß seien.

„Sie haben in mir eine Verbündete“, versicherte MdL Arnoldt und sagte zu, sich als Petitionsbetreuerin einsetzen zu wollen. Sie werde sowohl Gespräche mit ihren Fraktionskollegen suchen, sich aber auch an das Regierungspräsidium in Kassel wenden, welches letztlich in den Standortgenehmigungen der Entscheidungsträger sei.

Auch wolle sie Kontakt zu den örtlichen Entscheidungsträgern aufnehmen, um deren Intentionen zu erfahren. Das Bemühen der BI nach mehr Bürgerbeteiligung in der Windkraftdiskussion sei nachvollziehbar. Im Zuge dessen findet am Donnerstag, 23. Oktober, auch eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema Windkraft statt. (red/ks)

Weitere Informationen auf www.friedewalder.info

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