Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Schenklengsfeld

10 653 Stunden Ehrenamt

Die geehrten Schenklengsfelder Feuerwehrleute vor dem Bürgerhaus mit Gemeindebrandinspektor Torsten Wennemuth, seinem Stellvertreter Marco Kauffunger mit der neuen Hydraulikschere, dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Martin Orf (Vierter bis Zweiter von rechts); ganz links Bürgermeister Stefan Gensler. Foto: Landsiedel

Schenklengsfeld. Jede Menge Auszeichnungen und Ehrungen für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der freiwilligen Feuerwehr sorgten am Freitagabend für freudige Mienen bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Schenklengsfelder Feuerwehren.

Insgesamt acht Brandschutzehrenzeichen, zwölf Feuerwehrleistungsabzeichen sowie zwei Auszeichnungen für jahrzehntelange Mitgliedschaft im Feuerwehrverband konnten Gemeindebrandinspektor Torsten Wennemuth, Bürgermeister Stefan Gensler und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Martin Orf an verdiente Feuerwehrleute verleihen. Anerkennungsprämien für 40, 30 und 10 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst nahmen 13 Kameraden entgegen.

Alle Hände voll zu tun

Die beiden Wehrführer Jürgen Wolf aus Schenklengsfeld und Willi Höfer aus Malkomes erhielten aus den Händen von Bürgermeister Gensler je eine Dankesurkunde für 25 Jahre Dienst als Ehrenbeamte und konnten sich außerdem über eine Jubiläumszuwendung freuen. Zuvor hatte der Gemeindebrandinspektor seinen Bericht für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Auch 2015 hatten die Schenklengsfelder Feuerwehren wieder alle Hände voll zu tun.

Mehrere Scheunenbrände und Verkehrsunfälle, ein Schornsteinbrand in Schenklengsfeld, ein Waldbrand bei Landershausen, Hilfeleistung für einen verunglückten Radfahrer an der Burgruine Landeck und zuletzt die Unterstützung beim Aufbau der Notunterkünfte im Bad Hersfelder Herkules-Markt hielten die Feuerwehrleute auf Trab. Unter dem Strich kamen so laut Wennemuth 1256 Personaleinsatzstunden zusammen.

Zähle man dazu noch den zeitlichen Aufwand für Ausbildung, Brandschutzerziehung und Brandsicherheitsdienste hinzu, summiere sich das auf 8092 Stunden, die von den Schenklengsfelder Feuerwehrleuten ehrenamtlich geleistet wurden.

Zusammen mit Jugendfeuerwehr und Kindergruppe seien laut Statistik für die gesamte Feuerwehr im Jahr 2015 sogar 10 653 Gesamtpersonalstunden angefallen, so der Gemeindebrandinspektor weiter. Das entspricht eineindrittel Jahren.

Personell gut aufgestellt

Personell sei die Einsatzabteilung mit 224 Mitgliedern, darunter 13 Frauen, weiterhin gut aufgestellt. Auch materiell sieht Wennemuth die Schenklengsfelder Feuerwehren auf einem guten Weg, obwohl die für 2015 geplante Beschaffung von Material und Gerät aufgrund von Lieferengpässen nicht komplett abgeschlossen werden konnte. Besonders stolz ist er auf den neuen, akkubetriebenen hydraulischen Rettungssatz. Dieser sei „mit immerhin 16 000 Euro zwar kein Schnäppchen“ gewesen, stelle aber eine sinnvolle Ergänzung zu dem bereits vorhandenen Rettungssatz dar, so der Gemeindebrandinspektor und betonte die vielen Vorteile wie hohe Flexibilität, schnelle Einsatzbereitschaft und geringe Wartungskosten des neuen Geräts.

Von Thomas Landsiedel

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