Zwischen Freude und Frust

Evangelische Kreissynode beschäftigt sich mit Konfirmandenarbeit

Gesprächsrunde: Im Gottesdienst in der Bebraer Auferstehungskirche stimmten Pfarrer Martin Schacht und (von links) Jannik Fernandez, Kim Rüger, Laura Knierim und Florian Münster vom Konfi-Team die Delegierten auf das Hauptthema der Frühjahrssynode ein. Fotos: Apel

Bebra. Wie sollte die Arbeit mit Konfirmanden gestaltet werden, damit die Zeit bis zur Konfirmation jungen Christen etwas bringt, damit sie gerne kommen und später Verantwortung in ihren Gemeinden übernehmen?

Auf diese Fragen versucht der Entwurf der Neu-Konzeption der Konfirmandenarbeit in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) eine Antwort zu geben. Mit dem vorgelegten Papier befassten sich die Synodalen des evangelischen Kirchenkreises Rotenburg bei ihrem Frühjahrstreffen.

88 Seiten starker Entwurf

Der Entwurf der Neu-Konzeption der Konfirmandenarbeit wurde erarbeitet von einem 14-köpfigen Beirat. Ihm gehört die im Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) der EKKW für Konfirmandenarbeit zuständige Studienleiterin, Pfarrerin Claudia Rudolff, an. Sie war am Freitagabend ins Bebraer Gemeindehaus gekommen, um gemeinsam mit Pfarrer Johannes Nolte den Vertretern der Kirchengemeinden die wesentlichen Punkte des 88 Seiten starken „Nachschlagewerks“, das die Rahmenordnung aus dem Jahr 1988 ablösen soll, vorzustellen.

Verbesserungspotenzial

„Konfirmandenarbeit ist ein Erfolgsmodell mit Verbesserungspotenzial“, erklärte Pfarrerin Rudolff. Gleichwohl sei es angesichts der großen Veränderungen in der Lebenswelt, der Schule und in der Pädagogik erforderlich, umfassend auf die Veränderungen zu reagieren. Auch deshalb, weil Bischof Prof. Dr. Martin Hein das Jubiläumsjahr 2014 als „Jahr der Konfirmation“ ausgerufen habe.

In allen Kirchenvorständen und im Kinder- und Jugendausschuss der Kreissynode soll weiter diskutiert werden, wer mit wem was wie lernen soll, was „zwischen Freude und Frust“ unverzichtbar ist, wie sich Konfirmanden und Gemeindeglieder besser einbringen können und wie die Arbeit mit mehr Qualität und Nachhaltigkeit geleistet werden kann. Danach soll das Konzept von der Landessynode 2014 abschließend behandelt werden.

Im Verlauf der Synode informierte der Geschäftsführer des Zukunftsausschusses der Landeskirche, Pfarrer Wolfgang Kallies, die Synodalen darüber, welche Arbeitsbereiche der von der Landessynode eingesetzte Ausschuss für weniger wichtig hält und wie die kirchliche Zukunft angesichts zurückgehender Einnahmen gemeistert werden kann.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare