Ein zweiter Lichtblick für 50 Menschen

Große Nachfrage: Neue Arbeitsplätze für seelisch Kranke in Bebra

Hersfeld-Rotenburg. 30 Menschen mit seelischer Beeinträchtigung arbeiten bereits in der neuen Werkstatt Lichtblick II in Bebra. Bis zum Jahresende wird die Zahl auf 50 Beschäftigte ansteigen.

Damit sorgt die zweite Werkstatt der Sozialen Förderstätten für Entlastung der Werkstatt Lichtblick I in Bad Hersfeld, die mit bis zu 90 Beschäftigten bisher ständig überbelegt war. Standort der Werkstatt in Bebra ist das ehemalige Brück-Haus an der Gilfershäuser Straße.

Neben der neuen Werkstatt entstehen hier noch zwölf Wohnplätze für „Betreutes Wohnen mit pädagogischer Assistenz für personenzentrierte Betreuung von Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Beeinträchtigung“. Dabei handelt es sich um Apartments für Einzelpersonen und Paare, die in heimischen Betrieben arbeiten, ein Praktikum oder eine Ausbildung absolvieren und ihre erste eigene Wohnung beziehen werden. Hier erhalten sie die gewünschte Unterstützung, erläuterte Alfred Schüler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sozialen Förderstätten. Die seelisch beeinträchtigten Menschen der beiden Werkstätten werden hier aber nicht wohnen.

Werkstatt und Wohnungen im alten Brück-Haus:

Soziale Förderstätten: Werkstatt und Wohnungen im alten Brück-Haus

Mit dem neuen Angebot in Bebra soll der Bad Hersfelder Lichtblick, bislang die einzige Werkstatt für seelisch beeinträchtigte Menschen im Kreis, entlastet und vor allem der Kreisteil Bebra-Rotenburg besser versorgt werden. Die Nachfrage nach diesen Arbeitsplätzen sei sehr groß und steige stetig.

Auch ein Beratungsbüro für Inklusion mit Schwerpunkt auf das Angebot der Sozialen Förderstätten, in Verbindung mit dem im Kreis bestehenden Sozialen Netzwerk, wird das neue Haus beherbergen.

Zwölf Mitarbeiter, nicht alle mit ganzen Stellen, werden die Beschäftigten im neuen Lichtblick betreuen, ebenso viele sind in Bad Hersfeld tätig.

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Von Gudrun-Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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