Horst Schütrumpf und Karl Teichmann haben das Sportabzeichen 55-mal erworben

Zwei sind nicht zu stoppen

Rekord für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Horst Schütrumpf und Karl Teichmann, Zweiter und Dritter von links, haben das Deutsche Sportabzeichen in Gold zum 55. Mal erworben. Die seltene Auszeichnung überreichten Sportkreisvorsitzender Paul Mähler, links, und Sportabzeichen-Kreisobfrau Justina Mrugalla, rechts, den Jubilaren mit einem symbolischen übergroßen Sportabzeichen, das ein Heinebacher Bäcker aus Kuchenteig gefertigt hat. Foto:  Vöckel

Hersfeld-Rotenburg. Zwei Senioren haben im Kreis Hersfeld-Rotenburg Sportgeschichte geschrieben: Horst Schütrumpf aus Bad Hersfeld und Karl Teichmann aus Oberellenbach. Sie sind die ersten Sportler im Landkreis, die das Deutsche Sportabzeichen mit der Zahl 55 erworben haben.

Das Besondere an der außergewöhnlichen Leistung: Beide haben seit 1957 jedes Jahr die Bedingungen für die fünffache Fitnessprüfung (Schwimmen, Laufen, Springen, Werfen, Ausdauerleistung) mit Bravour bestanden.

Das goldene Sportabzeichen für beeindruckendes Durchhaltevermögen bekamen die Jubilare kürzlich vom Sportkreisvorsitzenden Paul Mähler und Sportabzeichen-Kreisobfrau Justina Mrugalla im Posthotel in Rotenburg überreicht. Der Gag bei der Ehrung: Die Auszeichnung war ein überdimensionales Sportabzeichen, das ein Heinebacher Bäcker aus Kuchenteig angefertigt hatte.

Horst Schütrumpf ist ein vielseitiger Sportler. Der 75-Jährige war als Leichtathlet und Handballer erfolgreich, betätigt sich aber auch als Bergsteiger, Wanderer und seit 40 Jahren als Sportabzeichenprüfer. Noch heute hält sich der Senior mit täglichem Schwimmen fit. „Ich gehöre zu den Frühschwimmern im Bad Hersfelder Schwimmbad. 1000 Meter schwimme ich jeden Tag. Das Wetter spielt keine Rolle“, sagt das Mitglied des TV Hersfeld bei der Ehrung in Rotenburg.

1972 gab’s erstmals Gold

Karl Teichmann hat die erste Prüfung für das Deutsche Sportabzeichen in Bronze als Soldat in Niederlahnstein abgelegt. Mit der achten erfolgreichen Prüfung erwarb er die Auszeichnung in Silber und mit der 15. Wiederholung 1972 das erste Ehrenzeichen in Gold. Im Abstand von fünf Jahren folgten weitere Jubiläumsauszeichnungen des Deutschen Sportbundes, die jüngste 2007 mit der Jubiläumszahl 50. Der talentierte und erfolgreiche Leichtathlet gehörte bereits in den 60er-Jahren zu den Stammgästen bei den jährlichen Sportehrentagen im Altkreis Rotenburg. Belohnt wurde der talentierte Langstreckenläufer bei den Ehrungen für zahlreiche Kreis- und Bezirksmeistertitel, die er in seiner Glanzzeit errang. Über 25 Kilometer war Karl Teichmann 1965 sogar hessischer Vizemeister.

Der 72-Jährige, der fest in der Tradition der von Friedrich Ludwig Jahn begründeten deutschen Turnerschaft verwurzelt ist, betätigt sich neben dem eigenen sportlichen Engagement von 1964 bis heute in einer kaum zu überblickenden Vielfalt von Funktionen und Ehrenämtern unter anderem als Lauftreffleiter und Übungsleiter Leichtathletik bei der LG Alheimer Rotenburg-Bebra, Gauleichtathletikwart und Gaufachwart für Ältere und Senioren im Turngau Fulda-Werra-Rhön sowie als Beisitzer im Sportkreisvorstand Hersfeld-Rotenburg. Für seinen Einsatz wurde Karl Teichmann mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2009 mit der höchsten Sportlerehrung des Landes Hessen: der großen Sportplakette.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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