Mögliche Standorte für Windkraftanlagen stehen auf dem Prüfstand

Zwei Flächen im Blick

Eine mögliche Zukunft: Sollte die Fläche auf dem Höhenzug bei Nentershausen für Windkraft freigegeben werden, könnte ein Blick über den Ort so aussehen, wie es diese Fotomontage zeigt. Rechts oben ist die Tannenburg zu sehen. Foto: nh

Nentershausen. Fünf Flächen kommen in der Gemeinde Nentershausen für den Bau von Windkraftanlagen infrage. So sieht es jedenfalls der Entwurf des Regierungspräsidiums (RP) für ein regionales Windenergiekonzept vor. Hauptkriterium in dem Entwurf ist die Windgeschwindigkeit. Das RP hat eine Karte mit Suchräumen für Windkraftanlagen für Nordhessen erstellt.

Von den fünf potenziellen Flächen in der Gemeinde Nentershausen sind drei wahrscheinlich aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht geeignet. Das berichtete der Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) in der Sitzung der Gemeindevertreter am Mittwochabend.

Bis zu elf Anlagen

Infrage kommen zwei Flächen. Die eine 135 Hektar große Fläche liegt nordöstlich von Nentershausen auf dem Höhenzug an der Straße Richtung Ulfen. Der Bereich ist zum Teil Hessenforst und zum Teil in Privatbesitz. Dort könnten theoretisch bis zu elf Anlagen aufgestellt werden, erklärte Hilmes.

Eine handelsübliche Anlage, die drei bis vier Megawatt an Strom produzieren kann, hat eine Nabenhöhe von 140 Metern. Das Rotorblatt hätte einen Durchmesser von 90 Metern. Das ergäbe eine maximale Höhe von 90 plus 45 Metern, betonte der Bürgermeister.

Die andere Fläche liegt südlich von Bauhaus und Süß auf dem Höhenzug zwischen Schnepfenbusch und Pochmühle. Die Fläche ist 255 Hektar groß. Dort könnten maximal 18 Anlagen entstehen.

Nicht infrage kommen die Fläche zwischen Dens und Mönchhosbach, die Fläche zwischen Solz und der hohen Buche und die Fläche nordöstlich von Süß an der Gemarkungsgrenze zum Werra-Meißner-Kreis. Der RP-Entwurf wird zurzeit mit den Plänen der Städte und Gemeinden abgeglichen. Die Gemeinden haben auf die Genehmigung der Flächen keine großen Einflussmöglichkeiten. Sie können eine Stellungnahme zu dem Entwurf abgeben. Die Fachbehörde des RP hat das letzte Wort.

Die Gemeinde Nentershausen hat die Stellungnahme (siehe Hintergrund) jetzt erarbeitet. Sie soll dem Regierungspräsidium Kassel noch Ende August vorgelegt werden. Mögliche Investoren haben sich bei der Gemeinde bereits gemeldet.

Die Gemeinde Nentershausen sei nicht gegen erneuerbare Energien, betonte Hilmes. Das habe sie damit bewiesen, dass sie schon 2005 eine Fläche bei Dens/Mönchhosbach als Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen habe. Die sei dann aber aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht mehr infrage gekommen.

Aufruf an Bürger

Hilmes rief die Bürger auf, sich intensiv mit dem Thema zu befassen. Für Fragen stehe er zur Verfügung. Sobald es detaillierte Informationen gibt, sollen die Bürger auf einer Versammlung informiert werden.  berichte unten

Von René Dupont

Quelle: HNA

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