Zweckverband erschließt Husarenkaserne

Setzen sich gemeinsam für die Vermarktung des Kasernengeländes ein: von links Siegfried Rauer, Wirtschaftsförderung Werra-Meißner, Bürgermeister Schmidt, Herleshausen, Bürgermeister Schäfer, Sontra, Landrat Stefan G. Reuß, Werra-Meißner, Sigrid Ermisch-Knabe vom Zweckverband, Bürgermeister Hilmes, Nentershausen, und Erhard Berleth, Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt konnte zu dem kurzfristig angesetzten Termin nicht kommen.

Sontra/Nentershausen/Herleshausen. Die ehemalige Husarenkaserne ist seit Donnerstag im Eigentum der Stadt Sontra. Die ist mit Herleshausen (Werra-Meißner) und Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) im Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit verbunden, um die Gewerbegebiete zu entwickeln.

Gemeinsam wollen die drei Kommunen nun das Kasernengelände für 1,1 Millionen Euro erschließen und vermarkten. Zwei regionale Interessenten gebe es schon, erklärten am Freitag die drei Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, Sontra, Ralf Hilmes, Nentershausen, und Helmut Schmidt, Herleshausen. Mit einem dritten Interessenten, dem Passauer Unternehmer Lerch, gibt es schon einen Vorvertrag. Er will auf dem hinteren Teil Solaranlagen errichten und hatte ursprünglich vor, selbst die ganze Kaserne zu erwerben und Teile weiterzuverkaufen. Das war Ende Januar. Seitdem haben Sontra und die beiden Mitstreiter alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Kaserne ihrerseits zu erwerben und Einfluss nehmen zu können.

Unterstützt wurden sie dabei von den Wirtschaftsförderern in Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg, Siegfried Rauer und Erhard Berleth, sowie den Landräten Reuß und Dr. Schmidt.

Den Kaufpreis für die Kaserne finanziert die Stadt Sontra nach den Worten von Bürgermeister Schäfer vor, vom Land wird noch Förderung erwartet, Erlöse aus dem Verkaufder Flächen werden zur Erschließung eingesetzt. „Nach zehn Jahren soll eine schwarze Null stehen“, sagte Schäfer. Den drei Kommunen sollten keine zusätzlichen dauerhaften Kosten entstehen.

Setzen sich gemeinsam für die Vermarktung des Kasernengeländes ein: von links Siegfried Rauer, Wirtschaftsförderung Werra-Meißner, Bürgermeister Schmidt, Herleshausen, Bürgermeister Schäfer, Sontra, Landrat Stefan G. Reuß, Werra-Meißner, Sigrid Ermisch-Knabe vom Zweckverband, Bürgermeister Hilmes, Nentershausen, und Erhard Berleth, Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt konnte zu dem kurzfristig angesetzten Termin nicht kommen.

Stolz sind die drei Gemeinden über ihren Erfolg, die interkommunale und kreisübergreifende Zusammenarbeit. „Nur zusammen können wir die Region weiterentwickeln“, erklärte Hilmes. Schnell habe man handeln müssen, sagte Helmut Schmidt. Die Flächen können sofort genutzt werden, betonte Wirtschaftsförderer Berleth, sein Kollege Rauer spricht in diesem Zusammenhang von einem Riesenvorteil.

Das Gelände mit der Lage an der Autobahn 44 sei hervorragend für Gewerbe- und Industrieansiedlung geeignet, erklärte Landrat Reuß. In fünf bis sechs Jahren sollen die Autos hier rollen, zwei Auffahrten sind dann ganz in der Nähe.

24,9 Hektar ist das Gewerbegebiet auf dem Gelände der ehemaligen Husarenkaserne groß, es gibt Erweiterungsflächen von 80 Hektar. Der Preis für die erschlossene Fläche soll unter 20 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Stadt Sontra finanziert 1,5 Mio. Euro für Kauf und Erschließung vor. Ein Gewinn darf nicht gemacht werden.

Der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Sontra, Herleshausen und Nentershausen dient der gemeinsamen Entwicklung der Gewerbegebiete, vor allem der Husarenkaserne. Auch im Stadtumbau, in den Verwaltungen, den Bauhöfen und im Tourismus arbeitet man zusammen. Die kreisübergreifende interkommunale Zusammenarbeit wird vom Land gefördert. Sie besteht seit 2005 und wurde angestoßen von Altbürgermeister Lothar Schmidt, Nentershausen und dem Sontraer Rathauschef Schäfer. (ank)

Quelle: HNA

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