"Seifenplatz": Neue Drogerie soll im Oktober eröffnen

Derzeit ist alles verhüllt: Die Filiale von Ihr Platz an der Breitenstraße in Rotenburg hat in der vergangenen Woche geschlossen. Demnächst soll wieder ein Drogeriemarkt in dem Geschäft eröffnen. Foto: Janz

Rotenburg. Es sind gute Neuigkeiten für die Rotenburger: Eine Woche, nachdem die Filiale der insolventen Drogeriekette Ihr Platz an der Breitenstraße geschlossen hat, wurde bekannt, dass der Laden auch in Zukunft einen Drogeriemarkt beherbergen wird. Das sagte die Hausbesitzerin der HNA.

Bis vor Kurzem war offen gewesen, ob ein Discountladen in das Geschäft einzieht. Das ist bei vielen ehemaligen Ihr-Platz-Filialen der Fall, denn nur ein Teil der Läden wurde von anderen Drogerieketten wie etwa Rossmann übernommen.

Auch für das Rotenburger Geschäft habe sich ein Billigladen interessiert und sei bereit gewesen, eine deutlich höhere Miete zu zahlen, sagte Hausbesitzerin Gunhild Körner. Den Vertrag habe die Familie aber mit einer Geschäftsfrau abgeschlossen, die bereits mehrere Drogerien betreibt und auch in Rotenburg eine solche einrichten will. Sie war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. Nach Informationen der HNA soll das Geschäft im Oktober eröffnen - unter welchem Namen ist offen.

„Der Einsatz der Stadtverwaltung hat den Ausschlag gegeben“, sagte Körner. Die Familie könnte von einem Discountladen zwar mehr Miete einnehmen, aber es sei klar, dass die Einwohner von einer Drogerie mehr haben: „Das Geld ist das eine, das Rotenburger Herz das andere.“

Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) war einer der ersten, die von der Neuigkeit erfahren haben. Er hatte sich im Vorfeld darum bemüht, dass wieder eine Drogerie in dem Laden einzieht, der in Rotenburg als „Seifenplatz“ bekannt ist. Schließlich werden dort seit 41 Jahren Shampoo, Badezusatz und Toilettenpapier verkauft.

„Es gibt keine bessere Nachricht für unsere Stadt“, sagte Grunwald. Die ersten Ergebnisse der Einzelhandelsumfrage des Vereins „Gemeinsam in Rotenburg“ und der Stadt zeigten, wie wichtig dieses Geschäft für die Einwohner sei. Entsprechend dankbar sei er der Familie Krömer, dass sie finanzielle Einbußen auf sich nehme, damit eine Drogerie in der Altstadt bleibt.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

Kommentare