Ronshäuser Ideenschmiede schlägt Ausbau Erneuerbarer Energien zum Sparen vor

Für die Zukunft was aufs Dach

Ein Platz für die Sonne: Wenn der Schnee nach dem Winter getaut ist, könnte eine neue Fotovoltaikanlage auf dem rückwärtigen Dach am Ronshäuser Haus des Gastes angebracht werden, um dort künftig Strom zu erzeugen. Dies ist einer von vielen Vorschlägen der Zukunftswerkstatt, um langfristig die Kosten im Bereich des Energieverbrauchs der Gemeinde zu reduzieren. Foto: Gottbehüt

Ronshausen. An der Zukunft von Ronshausen arbeiten viele Köpfe. Die Ergebnisse der bisherigen Arbeitsgruppentreffen und die vielen Ideen und Anregungen wertet zurzeit der Leiter des Projekts Zukunftswerkstatt Ronshausen – Irmfried Riemenschneider – aus.

Ziel ist es, die Vorschläge zusammenzufassen und in der nächsten Sitzung der Zukunftswerkstatt der Öffentlichkeit vorzustellen. Im Frühjahr soll daraus ein konkretes Handlungskonzept für die Gemeinde entstehen. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppen findet am Dienstag, 15. Januar, ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes statt.

„Es gibt viele Felder, auf denen sich bereits gute Vorschläge herauskristallisiert haben – die größten Einsparmöglichkeiten zeichnen sich beim Thema Energie ab“, berichtet Ronshausens Bürgermeister Markus Becker. In den Arbeitsgruppen sei intensiv über die Installation neuer Fotovoltaikanlagen gesprochen worden.

Bereits drei Standorte

„Drei Standorte dafür haben sich bereits gefunden“, sagt der Verwaltungschef. Es handelt sich um zwei Dachanlagen – auf dem Haus des Gastes sowie auf dem neuen Anbau des Machtloser Feuerwehrgerätehauses – und um eine Anlage im freien Feld auf einer Wiese.

„Die größten Einsparmöglichkeiten zeichnen sich beim Thema Energie ab.“

Markus Becker

Dieses Grundstück befindet sich unweit der Bahnlinie am Ortsausgang Richtung Weiterode auf Höhe der ehemaligen Ronshäuser Kläranlage. Es liegt dort in der Nähe einer Stromhauptleitung und damit günstig zum Einspeisen der erzeugten Energie ins Netz.

Auch über weitere Standorte für Fotovoltaikanlagen werde in der Zukunftswerkstatt nachgedacht. „Das Gelände der alten Kläranlage zum Beispiel – eine Konversionsfläche – eignet sich ebenfalls bestens für diese Nutzung, weil wir dort noch ein altes Betriebsgebäude mit entsprechender Infrastruktur haben“, berichtet Becker.

Keine Windkraftflächen mehr

Anders sieht es hingegen bei der regenerativen Energieform Windkraft in Ronshausen aus. „Im ursprünglichen Plan der Vorranggebiete des Regierungspräsidiums waren noch kleine Flächen an unseren Gemarkungsgrenzen zu Nentershausen, Wildeck und Friedewald vorgesehen – doch diese sind allesamt nicht mehr ausgewiesen worden“, sagt der Bürgermeister. Diese Festlegung sei zwar nicht endgültig, doch damit spiele das Thema Windkraft für die Ronshäuser Planungen aus seiner Sicht zunächst nur noch eine untergeordnete Rolle.

Möglichkeiten gebe es jedoch beim Anbau schnell wachsender Rohstoffe wie Gehölzen. Auf Vorschlag der Zukunftswerkstatt will die Gemeinde nach Betreibern suchen, die diese Idee auf ihren oder auf gepachteten Flächen umsetzen möchten.

Für den Anbau seien auch Flächen möglich, die für konventionelle Landwirtschaft wie den Getreideanbau eher ungeeignet seien. „Das wächst auch in schmalen Talschneisen und in feuchten Ecken, die teilweise bei uns zurzeit brach liegen“, sagt Becker.

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Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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