Fahrgäste nach Eisenach mussten umsteigen

Zugführer krank: Bus statt Cantus in Bebra

Bebra. Kunden der Cantus-Bahn, die ab Mittwochnachmittag von Bebra nach Eisenach fahren wollten, mussten in Busse einsteigen. Der Grund: Ein Zugführer war kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen, ein Ersatzmann ließ sich nicht auftreiben. Bis 21 Uhr ersetzten Busse die Bahn.

Etwa 300 Menschen waren betroffen, erklärte Sabine Herms, Pressesprecherin beim NVV.

Wie Susanne von Weyhe, Pressesprecherin bei Cantus in Frankfurt, erklärte, seien alle Bereitschaftskräfte aufgrund anderer Krankheitsfälle bereits verplant gewesen. Man dürfe die Zugführer auch nicht aus ihren Freischichten holen, da gesetzliche Ruhezeiten der Fahrer eingehalten werden müssten. Deshalb musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

Triebfahrzeugführer sind offenbar gefragt: Auf der Internetseite von Cantus gibt es entsprechende Stellenangebote. „Sie sind sehr gesucht auf dem Markt“, bestätigte von Weyhe. Cantus bilde derzeit sieben Fahrzeugführer aus und hoffe so, Situationen wie am Mittwoch künftig zu verhindern. Man bedaure die Unannehmlichkeiten der Kunden und bitte um Entschuldigung.

Unannehmlichkeiten gab es in der Tat: Pendlerin Marlies Neubert zum Beispiel, die täglich von Eisenach nach Melsungen zur Arbeit fährt, war eine knappe Stunde später zu Hause als normal. (sis)

Quelle: HNA

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