Oft keine Anmeldung zur Sozialversicherung

Zoll kontrollierte Gaststätten - Wenig Schwarzarbeit im Landkreis

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Gastronomiebetriebe in der Region kontrollierte jetzt der Zoll. Dabei ging es vor allem um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung.

Hersfeld-Rotenburg. Bei Kontrollen des Gastronomiegewerbes durch den Zoll nahmen auch Bedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen Gaststätten, Restaurants und Imbisse in Nord-, Ost- und Mittelhessen ins Visier. Dabei wurden sechs Personen festgenommen.

Mehr als 90 Zollbedienstete inspizierten an zwei Tagen fast 100 gastronomische Betriebe und überprüften die Beschäftigungsverhältnisse von 500 Personen. „Bei nahezu jedem dritten Betrieb haben wir Unregelmäßigkeiten und Hinweise auf Schwarzarbeit festgestellt“, sagte Michael Bender Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. „Viele Wirte melden ihr Service- und Küchenpersonal nicht zur Sozialversicherung an, um die Personalkosten niedrig zu halten.“, hat Bender festgestellt.

Auch 17 Bad Hersfelder Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften 30 Lokale und 132 Personen im Kreis Hersfeld-Rotenburg und in Teilen des Schwalm-Eder-Kreises.

Sieben Gaststätteninhaber hatten gegen die Anmeldepflichten zur Sozialversicherung verstoßen. „Ansonsten haben wir im Landkreis erstaunlich wenig Schwarzarbeit in den Gaststätten festgestellt“, sagte Bender.

Einen 24-jährigen türkischen Asylbewerber erwischten die Kontrolleure ohne eine entsprechende Arbeitsgenehmigung in einem Grillimbiss in Niederaula. Darüber hinaus hatte er gegen eine räumliche Aufenthaltsbeschränkung verstoßen und durfte sich während seines Aufnahmeeinrichtugsaufenhaltes nicht in Niederaula aufhalten.

So war es auch bei einem irakischen Asylbewerber, der in Frielendorf in einem Schnellrestaurant arbeitete. Die Zöllner schalteten die zu-ständigen Ausländerbehörden ein.

Die Auswertung aller erhobenen Daten dauert noch an, heißt es in der Pressemitteilung. (red/zac)

Quelle: HNA

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