Prozess gegen 23-Jährigen aus Bebra geht weiter

Zeugin hat Zweifel an Vergewaltigung

Fulda / Bebra. In dem Prozess gegen einen 23-Jährigen aus Bebra wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und Körperverletzung wurden am Montag weitere Zeugen gehört. Die Verteidigung versuchte, die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers zu erschüttern.

Der Revisionsprozess vor dem Landgericht Fulda soll am Dienstag mit der Befragung weiterer Zeugen und den Plädoyers fortgesetzt werden. Womöglich folgt danach auch gleich das Urteil.

Eine 18-jährige Auszubildende aus Rotenburg wirft ihrem Ex-Freund vor, er habe sie im März 2012 in einer öffentlichen Toilette vergewaltigt. Der 23-Jährige war deshalb und weil er kurz nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einen jungen Mann verprügelt haben soll, in erster Instanz vom Amtsgericht in Bad Hersfeld zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit geht er vor dem Landgericht Fulda gegen dieses Urteil vor. Sollte das Urteil Rechtskraft erlangen, müsste der Bebraner in Haft.

Der Angeklagte hat bislang in beiden Instanzen geschwiegen. Stattdessen bot die Verteidigung gestern vor der Zweiten Kammer des Landgerichts mehrere Zeugen auf, die ihn entlasten sollen. Eine Zeugin erklärte, sie habe nach einem Gespräch mit dem mutmaßlichen Opfer Zweifel bekommen, dass die Vergewaltigung überhaupt stattgefunden habe. (vn)

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Quelle: HNA

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