Zehn Tipps für mehr Sicherheit im Alter

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Beim Aktionstag der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg am Wochenende in Heinebach wurde ein neues Projekt vorgestellt: Der richtige Umgang mit der Gehhilfe Rollator. Den zeigt auf unserem Foto, rechts im Bild, Hermann Funk den Seniorinnen und Senioren. Der ehemalige Kreisbrandmeister ist ehrenamtlicher Fachreferent für diese Unterweisung. Zudem gab es viele weitere Tipps zum Thema „Mobil bleiben, aber sicher im Alter“ vom Team der Kreisverkehrswacht.

Rotenburg. Viele Gesundheitsbeeinträchtigungen stellen sich mit dem Alter ein - und das meist schleichend. Typisch sind ein Nachlassen der Sehkraft, ein schlechter werdendes Gehör und eine Abnahme der Reaktionsfähigkeit.

Für den Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg, Reinhold Bleß, sind das neben der Beweglichkeit die wichtigsten Punkte, die ältere Teilnehmer am Straßenverkehr regelmäßig überprüfen sollten. Seine Tipps und die des Deutschen Verkehrssicherheitsrats fürs mobil bleiben im Alter sind:

1. Der Sehhtest einmal im Jahr beim Augenarzt: Überprüft wird die Sehschärfe, insbesondere bei Dämmerung und bei Nacht. Auch das Gehör sollten Autofahrer, die 60 Jahre und älter sind, alle zwei Jahre beim Ohrenarzt überprüfen lassen. Beim Hörtest wird die Fähigkeit, hohe Töne wahrzunehmen, kontrolliert. Das ist entscheidend für das sogenannte Richtungshören.

2. Kontrolle von Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen: Autofahrer (60 Jahre und älter) sollten in regelmäßigen Abständen ihre Konzentrationsfähigkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung überprüfen lassen.

3. Beweglichkeit - die kann man trainieren. Reinhold Bleß empfiehlt die Teilnahme an Fitness- und Seniorenangeboten der Sportvereine.

4. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Eine wichtige Voraussetzung für die sichere Verkehrsteilnahme ist eine realistische Selbsteinschätzung. Was kann ich gut? Was fällt mir schwer? Wo muss ich vielleicht Hilfe in Anspruch nehmen?

5. Planen Sie ihre Wege: Wann müssen oder wollen Sie am Ziel sein? Können Sie sich den Weg durch die Wahl eines günstigeren Zeitpunkts oder eines anderen Verkehrsmittels erleichtern?

6. Wählen Sie das geeignete Verkehrsmittel: Überlegen Sie, welches Verkehrsmittel für den Weg das geeignete ist. Kurze Wege kann man gut zu Fuß zurücklegen.

7. Vermeiden Sie Ablenkung und Überlastung: Egal, ob zu Fuß oder am Steuer eines Autos, Ablenkungen durch Gespräche, Telefonate oder andere Einflüsse beeinträchtigen die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

8. Nehmen Sie sich Zeit: Viele Unfälle geschehen, weil Menschen unter Zeitdruck Vorsichtsmaßnahmen außer Acht lassen und sorglos handeln.

9. Lassen Sie sich helfen: Niemand sollte zu stolz sein, andere um Hilfe zu bitten, sei es beim Einsteigen mit dem Rollator in den Bus, beim Überwinden von Treppenstufen oder ganz einfach beim Fragen nach den Weg.

10. Überprüft werden sollten neben der Sehkraft, das Gehör, die Beweglichkeit, die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen auch die Funktionen von Herz, Leber und Nervensystem. (zvk)

Quelle: HNA

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