44 erhielten 2014 Einbürgerungsurkunde

Zahl der Einbürgerungen im Kreis ist leicht rückläufig

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl von Ausländern, die sich einbürgern lassen und somit zu Deutschen werden, ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg leicht rückläufig. Bis Ende Juli haben in diesem Jahr 44 Menschen ihre Einbürgerungsurkunde erhalten.

Von 2009 bis 2011 sind jährlich 113 Menschen im Kreis eingebürgert worden, 2012 waren es 124, 2013 sank die Zahl auf 99. Diese Zahlen nannte Kreispressesprecher Michael Adam auf Anfrage. Zur Einordnung: Im Landkreis leben insgesamt rund 124 000 Menschen, Ende 2013 waren knapp 6000 Ausländer registriert.

In der Kreisverwaltung werden die künftigen Neubürger beraten, dort nimmt man auch die Anträge entgegen und leitet sie an das Regierungspräsidium in Kassel weiter, wo über die Anträge entschieden wird, erklärte der zuständige Mitarbeiter Helmut Höhne. Die Städte Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg leisten diese Arbeiten übrigens eigenständig.

Wenngleich der größte Anteil der Neubürger ursprünglich aus der Türkei kommt - 23 Prozent der Neubürger stammen aus diesem Land - , hat der Fachdienstleiter inzwischen eher eine größere Nachfrage von EU-Bürgern beobachtet, die die ihnen mögliche doppelte Staatsbürgerschaft anstreben. „Da spielen wohl emotionale Gründe eine Rolle. Es gibt schon den Spanier, der seit vielen Jahren seinen Lebensmittelpunkt bei uns hat, aber im Herzen noch Spanier bleiben will. In solchen Fällen wird die doppelte Staatsbürgerschaft gern genutzt“, sagt Höhne.

Zahl ist rückläufig

Bebras Bürgermeister Uwe Hassl schätzt, dass „das Gros der Einbürgerungen vorbei“ ist. Den größten Anteil hätten syrisch-orthodoxe Christen aus der Türkei gestellt. Diese seien nun schon in der Folgegeneration Deutsche. Ohnehin sei die Zahl der ausländischen Bürger in Bebra rückläufig. Hintergrund,

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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