Im ersten Quartal gab es doppelt so viel Bauanträge wie im Vorjahr

Der Wohnungsbau im Landkreis boomt

Hersfeld-Rotenburg. Es wird gebaut: Für 73 Wohnungen gab es im ersten Quartal dieses Jahres im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine Baugenehmigung. Die Bauherren und Investoren gaben dabei an, in den Bau von Wohnhäusern gut 11,9 Millionen Euro investieren zu wollen.

Das geht aus einer Pressemitteilung IG Bau Nordhessen mit. Die Bau-Gewerkschaft beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres war das Interesse am Wohnungsbau deutlich geringer. Im gleichen Zeitraum wurden lediglich 34 Baugenehmigungen für Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 4300 Quadratmetern erteilt.

Insgesamt sind, so die IG Bau, im vergangenen Jahr im Kreis Hersfeld-Rotenburg 204 Wohnungen neu gebaut worden – darunter 76 Eigentumswohnungen. „Der Wohnungsneubau ist die beste Mietpreisbremse. Jede Wohnung, die neu entsteht, zählt im System von Wohnungsangebot und Mieternachfrage“, sagt der Bezirkschef der IG Bau Nordhessen, Klaus Michalak. Um den Wohnungsneubau attraktiver zu machen und ihm einen schnellen Impuls zu geben, müsse es hier allerdings bessere steuerliche Anreize geben. Michalak sieht beim Wohnungsneubau im Kreis „noch Luft nach oben“.

Insbesondere auch beim altersgerechten Umbau vorhandener Wohnungen bestehe noch „ein enormer Nachholbedarf“. Seniorengerechte Wohnungen seien nach wie vor Mangelware. Auch bei der energetischen Gebäudesanierung gebe es noch eine Menge zu tun. Zugleich warnt Michalak vor zu viel Euphorie. „Nicht hinter jedem Bauantrag, der einen Stempel bekommt, steckt auch eine ernsthafte Bauabsicht. Oftmals werden Baugenehmigungen nur eingeholt, um damit den Wert des Baulands zu heben.“

Quelle: HNA

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