Wirtschaftsgebäude in Alheimer-Kaserne soll fertiggestellt werden

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Wird komplett fertiggestellt: Das neue Wirtschaftsgebäude (rechts) in der Rotenburger Alheimer-Kaserne. Links im Bild ist das alte Wirtschaftsgebäude zu sehen. Seit dem teilweisen Baustopp seit November 2011in der Kaserne, die geschlossen werden soll, wurde untersucht, ob es kostengünstiger wäre, die Arbeiten zu stoppen, statt weiterzubauen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, das über sechs Millionen Euro teure Gebäude zu vollenden.

Rotenburg. Das zentrale neue Wirtschaftsgebäude in der Rotenburger Alheimer-Kaserne wird komplett fertiggestellt. Nach Angaben des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (Friedewald) ist die Fertigstellung das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Danach spart das Verteidigungsministerium kein Geld, wenn das Kantinengebäude nicht vollendet wird.

Nachdem das Haus im Rohbau fertig war, kam im Oktober 2011 die Entscheidung, den Bundeswehrstandort Rotenburg aufzugeben und die Kaserne zu schließen. Danach wurde der Baustopp verhängt.

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Bereits im Februar dieses Jahres hatte Christian Schmidt (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, bei einem Besuch in der Rotenburger Kaserne angekündigt, es werde weitergebaut, um das Gebäude in einen nutzbaren Zustand zu versetzen. Insgesamt wird das Wirtschaftsgebäude bis zur endgültigen Fertigstellung im Jahr 2013 rund sechs Millionen Euro kosten.

In Rotenburg hatte der Baustopp in der Kaserne heftige Kritik ausgelöst. Kommunalpolitiker hatten davor gewarnt, die Bundeswehr dürfe in der Kaserne keine Bauruinen hinterlassen, weil sonst die künftige Vermarktung des Geländes zusätzlich erschwert werde.

Bundestagsabgeordneter Heiderich hatte sich daraufhin an Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière gewandt und gegen den Baustopp protestiert. Verteidigungs-Staatssekretär Schmidt hatte bei seinem Besuch im Februar die Frage offengelassen, ob auch die vorgesehene Küche zur Verpflegung der Soldaten noch installiert wird, oder ob es dafür eine billigere Übergangslösung geben werde. „Das Ministerium hat nun entschieden, dass die komplette Fertigstellung des Neubaus einschließlich der Küche als wirtschaftlichste Alternative gesehen wird“, berichtet Heiderich. Die Kücheneinrichtung kostet rund 600 000 Euro.

Heiderich wertet die Entscheidung zur Fertigstellung als „schönen Erfolg“. „Dass die Bauarbeiten komplett beendet werden, hilft uns bei der späteren Nachnutzung“, sagt der CDU-Politiker. Die Bundeswehr wird die Kaserne wahrscheinlich auch 2014 noch nutzen, ab 2015 werden die Soldaten dann abgezogen.

Quelle: HNA

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