Einnahmen steigen um ein Drittel – Entwicklung gegen Hessentrend

Wirtschaft boomt – Gewerbesteuer fließt

Hersfeld-Rotenburg. Die Wirtschaft in Waldhessen hat sich im ersten Halbjahr gut entwickelt. Darauf lassen die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden schließen, die im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel gestiegen sind.

Der Landkreis entwickelt sich damit deutlich besser als der Rest Hessens, obwohl die Lage nicht überall glänzend ist.

Laut Statistischem Landesamt wurden in Hersfeld-Rotenburg seit Jahresbeginn fast 33,9 Millionen Euro Gewerbesteuer vorausgezahlt. Das sind 32,2 Prozent mehr als 2012. Hessenweit hingegen sanken die Brutto-Einnahmen aus der Gewerbesteuer um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Die mit Abstand meiste Gewerbesteuer wurde in Heringen (10,3 Mio. Euro), Bad Hersfeld (8,6 Mio. Euro) und Philippsthal (7,9 Mio. Euro) gezahlt. In der Kreisstadt kehrten die Einnahmen nach einem schlechten Vorjahr auf das übliche Niveau zurück: „Wir mussten 2012 hohe Rückforderungen an die Unternehmen zahlen“, erklärt Stadtsprecher Christian Mayer. Die Entwicklung decke sich mit den Erwartungen im Haushalt.

In Bebra (2,1 Millionen Euro) fiel vor allem das zweite Quartal mit 1,4 Mio. Euro sehr gut aus. Bürgermeister Horst Groß ist aber zurückhaltend: „Die Zahlen stimmen zwar optimistisch, jedoch lassen sich keine Prognosen für das restliche Haushaltsjahr ableiten.“ Die Stadt hat mit drei Millionen Euro Gewerbesteuer geplant. Mehrerträge werden laut Groß genutzt, das Defizit zu reduzieren.

Deutlich schlechter ist die Lage in Neuenstein und Alheim, wo die Vorauszahlungen im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen sind: in Alheim von 875.000 auf 230.000 Euro, in Neuenstein sogar von 1,3 Mio. auf 60.000 Euro. Beide Bürgermeister erwarten aber keine dramatischen Auswirkungen, da sich die Gemeinden auf den Rückgang eingestellt haben.

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Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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