Genossenschaftlicher Bankverein Bebra mit 358 000 Euro Jahresüberschuss in 2011

Es wird weniger gespart

Bebra. Einen Jahresüberschuss in Höhe von 358 000 Euro hat der genossenschaftliche Bankverein Bebra im Geschäftsjahr 2011 erzielt. Das berichteten die Vorstandsmitglieder Wilfried Stolz und Hans-Georg Germeroth während der 103. Generalversammlung.

Ende 2011 hatte die Bank 5045 Mitglieder mit 50 827 Geschäftsanteilen, woraus sich ein Geschäftsguthaben von rund 2,6 Millionen Euro ergibt. Für das Geschäftsjahr 2011 dürfen sich die Anteilseigener über eine weit über dem Marktzins liegende Dividendenausschüttung in Höhe von 6,5 Prozent freuen, die von der Versammlung beschlossen wurde. Annähernd 160 000 Euro wurden an die Mitglieder ausgeschüttet.

Die Bilanzsumme hat sich auf insgesamt rund 197 Millionen Euro leicht verringert. Dies sei auf den Rückgang der Kundenbestände zurückzuführen, erklärte Germeroth. Die Forderungen an Banken sind auf knapp 33,7 Millionen Euro angestiegen. Die genossenschaftliche Bank verfügt über Barreserven in Höhe von 5,3 Millionen Euro.

Die Forderungen an Kunden, die Kredite in Anspruch genommen haben, liegen bei 92 Millionen Euro. Die Wertpapieranlagen haben sich auf 57,6 Millionen Euro geringfügig vermindert. An der genossenschaftlichen Zentralbank und den Verbundpartnern ist der Bankverein Bebra mit 4,6 Millionen Euro beteiligt.

Die Sachanlagen haben sich durch die Neugestaltung der Geschäftsstelle Alheim (Kosten: 729 000 Euro) und Investitionen in die Selbstbedienungs-Technik (78 000 Euro) auf 2,2 Millionen Euro erhöht. Der Umbau wurde überwiegend von ortsansässigen Firmen ausgeführt.

Rückgang bei Spareinlagen

Bei den Spareinlagen gab es einen Rückgang. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben sich auf 161,4 Millionen Euro reduziert. Der Bankverein ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken angeschlossen; alle Kundeneinlagen sind zu 100 Prozent abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16 Millionen Euro blieben fast unverändert. Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro liegt 2011 unter dem Durchschnitt vergleichbarer Genossenschaften im Verbandsgebiet.

Aus dem Zweckertrag des Gewinnsparens wurden in 2011 insgesamt 32 000 Euro an gemeinnützige Institutionen und Vereine, hier in erster Linie an ortsansässige Sportvereine, gespendet.

Die turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder Matthias Kaiser (Bebra) und Bernd Schorch (Gerstungen) wurden von der Versammlung für eine weitere Periode wieder gewählt. Dem Aufsichtsrat und dem Vorstand wurde aus den Reihen der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt. (ach)

Quelle: HNA

Kommentare