Anzeige wegen Wilderei

Reh offenbar von frei laufendem Hund gerissen

Rotenburg. Ein Rehkitz erleidet in der Nähe des Werthofplatzes Guttels ein qualvolles Ende. Es wird Anzeige gegen unbekannten Wilderer erstattet.

Die Jägervereinigung Rotenburg schlägt Alarm: Vor Kurzem wurde in der Nähe des Werthofplatzes Guttels ein Rehkitz gefunden, das offenbar von einem frei laufenden Hund gerissen wurde.

Es war noch am Leben, als es es am Dienstag, 15. September, zwischen 16.30 und 17 Uhr schwer verletzt gefunden wurde. Der junge Bock muss dann unter großen Qualen verendet sein. Er lag auf Höhe der Solaranlage am Biomassehof.

Der zuständige Jagdpächter hat die Polizei eingeschaltet, die eindeutige Bissspuren eines Hundes festgestellt hat. Der Pächter hat daraufhin Anzeige gegen Unbekannt wegen Wilderei erstattet.

Der Vorsitzende der Jägervereinigung Rotenburg, Wolfgang Adam, appelliert in diesem Zusammenhang an alle Hundehalter, bei Spaziergängen in Wald und Flur auf ihr Tier besonders achtzugeben. „Hat der Hundebesitzer keinen Einfluss auf seinen Hund, und er ist nicht gehorsam, ist er an die Leine zu nehmen.“ Hessen sei sehr liberal gegenüber frei laufenden Hunden. „Als Hundeführer hat man dann aber auch die Pflicht, dieses Recht nicht auszunutzen“, sagt Adam. Viele Hunde hätten eben noch den Jagdtrieb ihrer Vorfahren. „Wir als Hundebesitzer übernehmen für das uns anvertraute Tier die Verantwortung“, mahnt Adam.

Im Fall des getöteten Rehs habe der Besitzer des wildernden Hundes offenbar nicht dazu gestanden, was sein Hund getan hat. Das ist laut Adam kein Einzelfall: Gerade im Bereich Guttels, Minzberg und Teufelsberg seien zuletzt einige hetzende und unkontrolliert frei laufende Hunde zu beobachten.

Die Jäger sind nach den Vorgaben des Bundesjagdgesetzes dafür verantwortlich, dass das Wild vor Wilderern, Futternot, Wildseuchen sowie vor wildernden Hunden und Katzen geschützt wird, teilt die Jägervereinigung mit.

Quelle: HNA

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