Der 6. Deutsche Behindertentag in Bad Hersfeld bot mehr als schöne Reden

Winken und Selbstkritik

Die Grußworte wie das von Winfried Kron wurden simultan in Gebärdensprache übersetzt. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Ganz im Zeichen von Sport und Bewegung stand am Samstag der Deutsche Behindertentag, der bereits zum sechsten Mal in Bad Hersfeld stattfand. Zahllose Info- und Aktionsstände in der Fußgängerzone sowie ein attraktives Unterhaltungsprogramm auf dem Linggplatz rückten den Themenbereich Krankheit und Behinderung ins Bewusstsein. Dass der Behindertensport dabei als „Motor für die Inklusion“ (Einbindung) dient, betonte Winfried Kron, Leiter der Stabsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in seinem Grußwort.

Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz sprach vom „Miteinander leben und voneinander lernen“. Und Bürgermeister Thomas Fehling nutzte die Gelegenheit, selbstkritisch die wenig behindertenfreundlichen Zugänge in einigen Verwaltungsgebäuden der Stadt zu thematisieren, und versprach Abhilfe.

Als verlässlicher Partner der Organisatoren Annika Groh-Gollmer und Manfred Wiedemann wurde das Klinikum Bad Hersfeld mit Geschäftsführer Martin Ködding an der Spitze gewürdigt.

Der Großteil des Tages gehörte jedoch den Vorführungen verschiedener Gruppen bei Sport, Tanz und Geschicklichkeitswettbewerben. Beifalls gab’s nicht nur wie sonst üblich durch Händeklatschen, sondern von den vielen anwesenden Gehörlosen auch durch freundliches Winken mit beiden Händen.

Gleich dreimal wurde zum Abschluss der Veranstaltung das Prädikat „Behindertenfreundliche Einrichtung“ verliehen. Karl-Heinz Roloff und Hartmut Ziehn vom Behindertenbeirat der Stadt übergaben Urkunde und Plakette an Vertreter der Mitmach-Ausstellung „wortreich“, des Martin-Luther-Hauses und der Jugendherberge. weiterer bericht

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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