Windkraft: Firma Juwi soll das Feld für Cornberg entwickeln

Cornberg. Die Gemeinde Cornberg will das Windfeld HEF 002 an der Franzosenstraße in Zusammenarbeit mit der Firma Juwi entwickeln. Juwi arbeitet bereits mit der Stadt Rotenburg zusammen, die dort ebenfalls den Bau von Windkraftanlagen vorantreibt. Jetzt könnten alle gemeinsam weiterarbeiten.

Eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit haben die Cornberger Gemeindevertreter am Donnerstag in Rockensüß einstimmig abgegeben.

Man verspricht sich von einer interkommunalen Zusammenarbeit mit Rotenburg Vorteile, erläuterte Erster Beigeordneter Alfred Knoch. Die Entwicklung eines interkommunalen Windpark sei arbeitsintensiv, es sei sinnvoll gemeinsam zu handeln.

Knoch bezog Stellung, weil sich die Reihen von Parlament und Gemeindevorstand gelichtet hatten. Die Hessische Gemeindeordnung zwingt Kommunalpolitiker in Paragraph 25 dazu, bei Debatten und Entscheidungen den Raum zu verlassen, wenn sie in irgendeiner Weise persönlich betroffen sind oder sein könnten. Bürgermeister Achim Großkurth und Beigeordneter Wolfgang Sangmeister gingen also ebenso wie fünf Gemeindevertreter, darunter Gemeindevertretungsvorsitzender Achim Scholz. Ursel Kuhnsch leitete kurzzeitig die Sitzung. Der Absichtserklärung soll später ein Gestattungsvertrag folgen.

Juwi will nun die Grundstückeigentümer ansprechen, die mit ihrer Entscheidung über Pachtverträge noch gewartet hatten. Im Windfeld gibt es etwa 103 betroffene Grundstückseigner, darunter auch Erbengemeinschaften, sagte Projektmanagerin Anne Wincheringer.

Manche von ihnen haben auch beim Mitbewerber PNE Wind Vorverträge unterschrieben. Bei PNE will man das Anstimmungsergebnis jetzt analysieren und dann über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Sprecher Reiner Heinsohn. Grundsätzlich gebe es die Möglichkeit von Verträgen zurückzutreten, sie zu übertragen oder mit einem Mitbewerber eine Gesellschaft zu gründen und zusammenarbeiten. Bei Juwi will man gleich mit den avifaunistischen Untersuchungen beginnen, die für die Baugenehmigung nötig sind, beginnen. Auch soll ein Windmessmast von etwa 100 Metern Höhe aufgestellt werden, sagte Projektleiterin Wincheringer.Für die Aufstellung gebe es bereits eine Genehmigung. Mithilfe des Mastes sollen die Windverhältnisse noch einmal genau überprüft werden.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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