Windkraft: Bürgermeister ist gegen großes Vogelschutzgebiet

Rotenburg. Der Altkreis Rotenburg als einziges Vogelschutzgebiet mit einem Kern an der Franzosenstraße? Diese Forderung der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) lehnt Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald ab.

„Jeder, der so etwas vorschlägt, muss dann auch sagen können, wie wir die Energieversorgung in der Zukunft sicherstellen können“, sagte Grunwald gestern gegenüber unserer Zeitung.

Die fossilen Brennstoffe gingen zur Neige und seien wegen der CO2-Belastung der Umwelt ohnehin nicht das Mittel der Wahl. Atomkraft werde ebenfalls abgelehnt. Man müsse jedoch handeln, um den Kreis Hersfeld-Rotenburg, die ländliche Region zukunftsfähig zu halten.

Die Energiewende könne nur dezentral umgesetzt werden, ist sich Grunwald sicher. Dazu kann Windkraft und Sonnenenergie genutzt werden. Es gehe nicht um die Errichtung von riesigen Windparks. Allein mit sieben Windkraftanlagen könne der Energiebedarf der Stadt Rotenburg gedeckt werden.

Energieimport von außen sei keine Lösung: „Es wäre doch gefrevelt, wenn Waldhessen mit riesengroßen Netzen überzogen würde“, sagte Grunwald mit Verweis auf geplante Stromleitungen. (sis)

Quelle: HNA

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