Verkehrssituation in Ronshausen war Thema mehrerer Anträge im Gemeindeparlament

SPD will Laster ausbremsen

Sandra Tobi

Ronshausen. Ein wahres Feuerwerk an Anträgen hatte die Ronshäuser SPD-Fraktion am Montagabend für die erste Parlamentssitzung nach der Sommerpause mitgebracht. Insbesondere die Verkehrssituation nahmen sich die Sozialdemoraten vor.

Sie kritisierten unter anderem, dass die Verkehrssicherheit in der Landesstraßen-Ortsdurchfahrt von Ronshausen – in ihrem Verlauf von Eisenacher und Kasseler Straße – durch zu schnell fahrende Lastwagen enorm gefährdet sei. „Wir sind der Meinung, dass mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer für Lastwagen über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht eine deutliche Verbesserung erreicht werden kann“, erklärte Sandra Tobi, die den Antrag für ihre Fraktion begründete. Sie sprach sich zudem für stärkere Kontrollen aus, um die ständigen Verkehrsverstöße einzudämmen – und dafür, dass gehandelt werde, „bevor etwas passiert“.

Vor allem in der Nacht

„Ich bin selbst Anlieger und erlebe, was sich da so abspielt“, berichtete Reinhard Brandau von der WGR. Er beklagte das Durchrasen von Lastwagen vor allem in der Nacht. „Und da kontrolliert keiner.“

Ein Tempolimit für Lastwagen tagsüber würde endlose Fahrzeugkolonnen, die in Schleichgeschwindigkeit durch den Ort fahren, bedeuten, prognostizierte er. „Ob dies aus Emissionsgründen sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln“, sagte Brandau. Er schlug eine Tempo-30-Begrenzung – und zwar für alle Verkehrsteilnehmer – von der Einmündung Postweg bis zur Ulfebrücke vor.

„Wenn der Gemeindevorstand da überhaupt etwas tun kann, dann bitte ich, die Straße für den Schwerverkehr zu sperren“, sagte Volker Knierim von der CDU. Einstimmig einigten sich die Ronshäuder Gemeindevertreter anschließend darauf, das Problem zunächst im Ausschuss für Umwelt, Planung und Soziales nochmals zu besprechen.

Beschlossen wurde hingegen ein weiterer SPD-Antrag, der sich mit der ehemaligen Kreisstraße 69 zwischen Ronshausen und Faßdorf beschäftigte. Mit sieben SPD-Stimmen gegen zwei WGR und eine CDU-Stimme votierte die Mehrheit dafür, dass der Gemeindevorstand dafür sorgen soll, die dortige Strecke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zu sperren. Ausgenommen sind der landwirtschaftliche- sowie der Anliegerverkehr und Einsatzfahrzeuge.

Hohe Instandsetzungskosten

In seiner Antragsbegründng erklärte Nils Möller von der SPD, dass die inzwischen zur Gemeindestraße abgestufte Strecke sonst durch dort fahrende Holzlaster Schaden nähme, den die Gemeinde später mit hohen Instandsetzungskosten bezahlen müsse.

Reinhard Brandau von der WGR merkte an, dass Kosten für die neue Beschilderung entstünden und äußerte Bedenken, dass die dort fahrenden Holzlaster gegebenenfalls auch unter die Anlieger-Regelung fallen könnten.

Einstimmig forderte das Parlament von der DB Netz AG auf Antrag der SPD, ihren Verpflichtungen beim Mähen und pflegen des Ronshäuser Bahngeländes nachzukommen. Sparmaßnahmen der Bahn hätten zu überwucherten Bürgersteigen und Verkehrs-Beeinträchtugungen geführt. „Wir sind die Leidtragenden dieser Maßnahmen und wollen das nicht länger hinnehmen“, sagte Sigrid Sauer von der SPD. Fotos: Gottbehüt

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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