Umzug von Heringen nach Thüringen geplant

K+S will Forschung verlagern

Heringen. Das Forschungsinstitut von K+S am Standort Wintershall in Heringen platzt aus allen Nähten. Der Kasseler Düngemittelhersteller strebt daher nach Informationen unserer Zeitung einen Neubau an. Gebaut werden soll am Standort Unterbreizbach, der ebenfalls zum K+S-Verbundwerk Werra gehört.

Ausgewählt wurde der Ort in Thüringen, weil es dort Fördergeld für Ansiedlungen gibt. Die Zusage aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium liegt K+S bereits vor. Was noch fehlt, ist das Grundstück. Zwar gibt es passende Flächen, doch noch müssen die endgültigen Entscheidungen durch die politischen Gremien in Unterbreizbach getroffen werden.

55 Mitarbeiter betroffen

Zurzeit arbeiten am Standort Wintershall 55 Frauen und Männer in der Forschung. Fünf Mitarbeiter sind wegen der räumlichen Enge bereits ins Philippsthaler Schloss umgezogen. 2015 sollen dann alle Forscher ihre Arbeit am neuen Standort in Unterbreizbach aufnehmen. Weitere 30 Stellen sollen geschaffen werden.

Nicht erfreut über den geplanten Wegzug ist Heringens Bürgermeister Hans Ries, der seinem Unmut bereits Luft machte. Sein Papier ging an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und den K+S-Vorstand. Auch Jörg Brand von den Freien Wählern im Kreistag befürchtet „für die Stadt Heringen gravierende Arbeitsplatz- und Kaufkraftverluste sowie Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer“, heißt es in einer Pressemitteilung. (rey/mcj)

Quelle: HNA

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